Wenn der Hund «lustig» hüpft – Die Patellaluxation

Ständig mit dem Hinterbein hüpfende Kleinhunde sind zwar lustig anzuschauen, dahinter verbirgt sich aber meist ein orthopädisches Problem, das als Kniescheiben- oder Patellaluxation bezeichnet wird. Der Krankheitsprozess, der teilweise genetisch begründet ist, beginnt im Welpenalter, führt rasch zu deutlicher Ganganomalie und leider auch zu Knorpelabrieb. Die schnelle Erkennung und eine allenfalls chirurgische Behandlung lösen das Problem der luxierenden Kniescheibe, ohne Dauerschaden zu hinterlassen.   Anatomische Grundlagen Der Oberschenkel (Femur) und (…)

Schlüsselloch-Chirurgie beim Hund – Laparoskopische Kastration der Hündin

Bei einer laparoskopischen Operation spricht man von einem sogenannt minimal-invasiven Eingriff oder umgangssprachlich auch von der «Schlüsselloch-Chirurgie». Das Wort Laparoskopie leitet sich aus dem altgriechischen ab: lapare (die Weichen), skopein (betrachten). Was in der Humanmedizin schon seit längerer Zeit zum Alltag gehört, wird immer häufiger auch in der Veterinärchirurgie zur Routine. Wir haben die Hündin Athena während der laparoskopischen Kastration in der Central Kleintierpraxis in Sursee begleitet.   Es ist (…)

Borreliose – eine schwer zu greifende Erkrankung

Mit den wärmeren Temperaturen im Frühjahr beginnt alljährlich auch wieder die Zeckenzeit. Zecken sind nicht nur lästig, sie gelten auch als Überträger gefährlicher Krankheiten. Beim Menschen ist die Borreliose neben der von Viren ausgelösten Frühsommer- Meningo-Enzephalitits (FSME), einer Hirnhautentzündung, die am meisten gefürchtete Erkrankung. Während die FSME beim Hund schon immer als relativ selten gilt, hielt man die Borreliose bislang häufig für die Ursache eines bestimmten Krankheitsbildes, das vor allem (…)

DO AS I DO – Mach‘s mir nach – Teil 1

Hunde lernen, indem sie uns nachahmen «Ich möchte dieses Buch allen Hunden und all jenen Besitzern widmen, die noch dieses Fünkchen Verrücktheit besitzen, das sie dazu treibt, immer wieder etwas Neues zu versuchen. Denn jede Entdeckung haben wir jemandemn zu verdanken, der den Mut hatte, etwas auszuprobieren!» Zitat von Claudia Fugazza aus dem Vorwort ihres Buches «Do As I Do». «Do as I do» – «Mmach’s mir nach» ist eine (…)

DO AS I DO – Mach’s mir nach Teil 2

Hunde lernen, indem sie uns nachahmen Wie im ersten Teil erläutert, basiert die von der Ethologin Claudia Fugazza entwickelte Trainingsmethode «Do as I do» auf Beobachtung und Nachahmung. Das bedeutet, der Hund lernt neue Verhaltensweisen nicht über assoziatives Lernen (operante Konditionierung), sondern über Imitation. Die Imitation erfolgt jedoch nicht über das Kopieren anderer Hunde, sondern über das Kopieren des Menschen. Diese Art des Trainings gehört zum sozialen Lernen und eröffnet (…)

DO AS I DO – Mach’s mir nach Teil 3

Hunde lernen, indem sie uns nachahmen Die Trainingsmethode «Do as I do» wurde von Claudia Fugazza, Ethologin im Team von Prof. Ádám Miklósi, Eötvös Universität Budapest, entwickelt. Sie basiert auf Beobachtung und Nachahmung. Der Hund lernt auf Kommando zu imitieren, was ihm vorgemacht wurde. Das soziale Lernen hat bereits unterschiedliche Sparten von «Hündelern» erreicht (siehe Teile 1 und 2). Lesen Sie nun über Grundlagen, Trainingsphasen, Variationen und weitergehende Ausbildungsphasen von (…)

Hunde mit Handicap

Hunde mit Handicap

Dank der Fortschritte der Veterinärmedizin ist vieles möglich geworden, was noch vor ein paar Jahren undenkbar war. Fast alle Behandlungsverfahren, die in der Humanmedizin zum Einsatz kommen, können auch zum Wohle unserer Hunde eingesetzt werden. Ähnlich verhält es sich mit Hilfsmitteln, wie zum Beispiel Rollwagen oder Beinprothesen, die für Hunde modifiziert werden. Ist das wirklich immer zum Wohle unserer vierbeinigen Wegbegleiter? Muss wirklich alles getan werden, was möglich ist? Text: (…)

Brainfood für Hunde? Der Einfluss der Ernährung auf das Verhalten

Brainfood für Hunde

BARF? Fertigfutter? Kochen für den Hund? Unter Hundehaltern wird die Frage nach der richtigen Fütterung heiss diskutiert und die eigene Meinung wird mit beinahe fundamentalistischem Eifer vertreten. Meist geht es in diesen Diskussionen um das «Wie», seltener um das «Was». Dabei haben die Inhaltsstoffe der Hundenahrung, egal ob roh oder gekocht, einen grossen Einfluss auf das Verhalten eines Tieres, denn welche verhaltensbeeinflussenden Botenstoffe und Hormone gebildet werden, hängt massgeblich davon (…)

Warum ist der Hund der Hund, der er ist? Teil 1/2

Einflüsse auf Hundewelpen

Über die vor- und nachgeburtlichen Einflüsse auf Hundewelpen Wir holen uns einen kleinen zehnwöchigen Racker ins Haus und denken, wir können noch alles in die gewünschten Bahnen lenken ‒ dem ist nicht ganz so. Was aus unserem Welpen das gemacht hat, was er ist, erklärt Ihnen Sophie Strodtbeck. Text: Sophie Strodtbeck In der Regel kommen die Hunde, die von Züchtern abgegeben werden, im Alter von 8 bis 12 Wochen zu (…)

Die Pubertät des Hundes 2/2 – Wegen Umbauarbeiten vorübergehend geschlossen

Die Pubertät des Hundes

Eigentlich waren Sie mit den Fortschritten Ihres Kleinen ganz zufrieden, denn alles, was Sie Ihrem Welpen beigebracht haben, lernte er sehr schnell und zuverlässig. Insgeheim waren Sie auch immer sehr stolz, wenn er auf den ersten Pfiff angeschossen kam, sich auf Kommando sofort ins Platz warf und auch sonst ein Vorzeigehund war, um den Sie auf der Hundewiese beneidet wurden. Eigentlich, denn plötzlich war alles anders… Von einem Tag auf (…)

Rassentypische Verhaltens- und Hormonprobleme beim britischen Hütehund

Hütehunde

Feinfühlige Britische Hütehunde Viele Hunderassen zeigen im Umgang mit dem Menschen eine Reihe von Verhaltensauffälligkeiten, die leichter verständlich werden, wenn man sich die Verwendung der jeweiligen Rasse in ihrer früheren Arbeitsgeschichte vor Augen führt. Viele Verhaltenweisen, die einen Hund zu einem guten Arbeitshund gemacht haben, sind im Alltag eines Familienhundes störend bzw. schwierig. Vielfach werden diese Verhaltenseigenschaften auch durch Botenstoffe im Gehirn, Hormone und andere innere Faktoren beeinflusst. Lesen Sie (…)

Rassentypische Verhaltens- und Hormonprobleme beim Meutehund

Meutehunde

Viele Hunderassen zeigen im Umgang mit dem Menschen eine Reihe von Verhaltensauffälligkeiten, die leichter verständlich werden, wenn man sich die Verwendung der jeweiligen Rasse in ihrer früheren Arbeitsgeschichte vor Augen führt. Viele Verhaltenweisen, die einen Hund zu einem guten Arbeitshund gemacht haben, sind im Alltag eines Familienhundes störend bzw. schwierig. Vielfach werden diese Verhaltenseigenschaften auch durch Botenstoffe im Gehirn, Hormone und andere, innere steuernde Faktoren beeinflusst. Text: Udo Ganslosser, Sophie (…)