Von den Kleinen in der craniosakral-osteopathischen Praxis

Die Kleinen von den Kleinen sind die Kleinsten. Sie sind glänzend, wuschelig, herzig und so oft einfach etwas bissig. So erlebe ich sie in der Praxis und bei Begegnungen unterwegs. Selten liegt es an fehlender Erziehung, oft sind die Kleinsten von Kopfschmerzen geplagt und dann – wer kennt das nicht? – reicht’s halt ab und zu, wenn jeder meint, er müsse etwas dazu sagen. Während kleine Hunde, wie beispielsweise der (…)

Neurologische Probleme bei Kleinsthunden

Wie alle extremen Abweichungen von der ursprünglichen anatomischen Form des Haushundes (Canis lupus familiaris) ist auch die Miniaturisierung von gesundheitlichen Risiken begleitet. In diesem Artikel soll von den Auswirkungen der anatomischen Verkleinerung auf das Nervensystem bei Chihuahua, Toypudel, Zwergspitz sowie Mini-Yorkie und Co. die Rede sein.  Man kann vorausschicken, dass die funktionelle Toleranz gegenüber Missbildungen, die mit der Miniaturisierung einhergehen, sehr gross ist. Dies zeigt sich beispielsweise bei den Veränderungen (…)

Schlüsselloch-Chirurgie beim Hund – Laparoskopische Kastration

Bei einer laparoskopischen Operation spricht man von einem sogenannt minimal-invasiven Eingriff oder umgangssprachlich auch von der «Schlüsselloch-Chirurgie». Das Wort Laparoskopie leitet sich aus dem Altgriechischen ab: lapare (die Weichen), skopein (betrachten). Was in der Humanmedizin schon seit längerer Zeit zum Alltag gehört, wird immer häufiger auch in der Veterinärchirurgie zur Routine. Wir haben die Hündin Athena während der laparoskopischen Kastration in der Central Kleintierpraxis in Sursee begleitet.   Es ist (…)

Der Kreuzbandriss

Das vordere Kreuzband des Hundes reisst recht oft, obwohl meist keine massive Gewalt auf das Knie eingewirkt hat. Dies unterscheidet die Krankengeschichte von derjenigen des Menschen und führt zu einem anderen Verständnis der Entstehung dieser Risse und deren Behandlung. Hunde mit Kreuzbandrissen müssen in der Regel operiert werden, wobei die Prognose bei langsam fortschreitender Arthrose recht gut ist und einem Leben als Familienhund nichts im Wege steht.   Anatomische Grundlagen  (…)

«Homöopathisches» Antizeckenmittel

Hahnemann würde sich im Grab umdrehen!   Jedes Jahr von Neuem wird die Zecke als das grosse Feindbild dargestellt. Wenn sich die Malaria- und Blauzungenmücken nicht in unsere Breitengrade verirrt haben, so haben wir doch «böse» Zecken, die schlimme Erkrankungen übertragen sollen. Und wenn’s die nicht sind, so gibt es noch sogenannte Lästlinge wie Grasmilben oder Flöhe.   Eine Schweizer Firma hat in Zusammenarbeit mit einem Schweizer Tierarzt ein Mittel (…)

Leishmaniose ‒ eine tickende Zeitbombe?

Aufgrund der Mobilität von Mensch und Tier konnten sich in den letzten Jahrzehnten diverse Infektionskrankheiten rasant verbreiten. Eine Krankheit, die Tierärzten in unseren Breiten immer mehr Sorgen bereitet, ist die Leishmaniose.   Dabei handelt es sich um eine unheilbare Infektionskrankheit, die erst Monate oder sogar Jahre nach der Infektion ausbricht und tödlich ausgehen kann. Die Zahl der Leishmaniosefälle hat in der Schweiz in den letzten Jahren stark zugenommen. Ein Grund (…)

Hypothyreose ‒ Die Schilddrüsenunterfunktion beim Hund

Die Schilddrüse gibt Anlass zu Diskussionen zwischen Hundehaltern/-trainern und Tierärzten. Auf der einen Seite neigen viele dazu, sämtliche Verhaltensprobleme auf die Schilddrüse abzuwälzen, auf der anderen Seite weigert man sich beharrlich, den Zusammenhang zwischen der «subklinischen», also leichten Schilddrüsenunterfunktion und Verhaltensänderungen zu sehen. Wie bei so vielem gibt es auch bei der Schilddrüse nicht nur Schwarz und Weiss, sondern viele Graustufen dazwischen und damit leider mal wieder keine einfache Pauschallösung. (…)

Wenn der Hund «lustig» hüpft – Die Patellaluxation

Ständig mit dem Hinterbein hüpfende Kleinhunde sind zwar lustig anzuschauen, dahinter verbirgt sich aber meist ein orthopädisches Problem, das als Kniescheiben- oder Patellaluxation bezeichnet wird. Der Krankheitsprozess, der teilweise genetisch begründet ist, beginnt im Welpenalter, führt rasch zu deutlicher Ganganomalie und leider auch zu Knorpelabrieb. Die schnelle Erkennung und eine allenfalls chirurgische Behandlung lösen das Problem der luxierenden Kniescheibe, ohne Dauerschaden zu hinterlassen.   Anatomische Grundlagen Der Oberschenkel (Femur) und (…)

Schlüsselloch-Chirurgie beim Hund – Laparoskopische Kastration der Hündin

Bei einer laparoskopischen Operation spricht man von einem sogenannt minimal-invasiven Eingriff oder umgangssprachlich auch von der «Schlüsselloch-Chirurgie». Das Wort Laparoskopie leitet sich aus dem altgriechischen ab: lapare (die Weichen), skopein (betrachten). Was in der Humanmedizin schon seit längerer Zeit zum Alltag gehört, wird immer häufiger auch in der Veterinärchirurgie zur Routine. Wir haben die Hündin Athena während der laparoskopischen Kastration in der Central Kleintierpraxis in Sursee begleitet.   Es ist (…)

Borreliose – eine schwer zu greifende Erkrankung

Mit den wärmeren Temperaturen im Frühjahr beginnt alljährlich auch wieder die Zeckenzeit. Zecken sind nicht nur lästig, sie gelten auch als Überträger gefährlicher Krankheiten. Beim Menschen ist die Borreliose neben der von Viren ausgelösten Frühsommer- Meningo-Enzephalitits (FSME), einer Hirnhautentzündung, die am meisten gefürchtete Erkrankung. Während die FSME beim Hund schon immer als relativ selten gilt, hielt man die Borreliose bislang häufig für die Ursache eines bestimmten Krankheitsbildes, das vor allem (…)

Hunde mit Handicap

Hunde mit Handicap

Dank der Fortschritte der Veterinärmedizin ist vieles möglich geworden, was noch vor ein paar Jahren undenkbar war. Fast alle Behandlungsverfahren, die in der Humanmedizin zum Einsatz kommen, können auch zum Wohle unserer Hunde eingesetzt werden. Ähnlich verhält es sich mit Hilfsmitteln, wie zum Beispiel Rollwagen oder Beinprothesen, die für Hunde modifiziert werden. Ist das wirklich immer zum Wohle unserer vierbeinigen Wegbegleiter? Muss wirklich alles getan werden, was möglich ist? Text: (…)

Neues zum MDR1-Defekt

Neues zum MDR1-Defekt

von Dr. med. vet. Anna Laukner Anfang 2005 erschien im SHM ein Bericht über den MDR1-Defekt beim Hund, seine Ursachen und seine Folgen (SHM 1/05). Heute möchte ich Ihnen berichten, welche neuen Erkenntnisse seitdem gewonnen wurden und welche aktuellen Empfehlungen für die betroffenen Hunde und Ihre Halter gelten. Pioniere in der Erforschung des MDR1-Defektes sind die Mitglieder der MDR1-Defekt-Projektgruppe der Universität Giessen (D). Ihnen gelang auch die Entwicklung eines Gentests, (…)