Borreliose – eine schwer zu greifende Erkrankung

Mit den wärmeren Temperaturen im Frühjahr beginnt alljährlich auch wieder die Zeckenzeit. Zecken sind nicht nur lästig, sie gelten auch als Überträger gefährlicher Krankheiten. Beim Menschen ist die Borreliose neben der von Viren ausgelösten Frühsommer- Meningo-Enzephalitits (FSME), einer Hirnhautentzündung, die am meisten gefürchtete Erkrankung. Während die FSME beim Hund schon immer als relativ selten gilt, hielt man die Borreliose bislang häufig für die Ursache eines bestimmten Krankheitsbildes, das vor allem (…)

Update zum MDR1-Defekt

Das SHM berichtete bereits in den Ausgaben 1/05 und 4/07 über den MDR1-Defekt. Beide Beiträge sind auf der SHM-Website abrufbar. Seit dem letzten Beitrag sind also fast neun Jahre vergangen. Welche Erkenntnisse kamen in dieser Zeit hinzu?   Betroffene Rassen Der MDR1-Defekt konnte von der Forschungsgruppe um Prof. Dr. Joachim Geyer vom Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Justus-Liebig-Universität Giessen bis heute bei folgenden Rassen nachgewiesen werden: Kurzhaar-Collie, Langhaar-Collie, Longhaired (…)

Hunde mit Handicap

Hunde mit Handicap

Dank der Fortschritte der Veterinärmedizin ist vieles möglich geworden, was noch vor ein paar Jahren undenkbar war. Fast alle Behandlungsverfahren, die in der Humanmedizin zum Einsatz kommen, können auch zum Wohle unserer Hunde eingesetzt werden. Ähnlich verhält es sich mit Hilfsmitteln, wie zum Beispiel Rollwagen oder Beinprothesen, die für Hunde modifiziert werden. Ist das wirklich immer zum Wohle unserer vierbeinigen Wegbegleiter? Muss wirklich alles getan werden, was möglich ist? Text: (…)

Neues zum MDR1-Defekt

Neues zum MDR1-Defekt

von Dr. med. vet. Anna Laukner Anfang 2005 erschien im SHM ein Bericht über den MDR1-Defekt beim Hund, seine Ursachen und seine Folgen (SHM 1/05). Heute möchte ich Ihnen berichten, welche neuen Erkenntnisse seitdem gewonnen wurden und welche aktuellen Empfehlungen für die betroffenen Hunde und Ihre Halter gelten. Pioniere in der Erforschung des MDR1-Defektes sind die Mitglieder der MDR1-Defekt-Projektgruppe der Universität Giessen (D). Ihnen gelang auch die Entwicklung eines Gentests, (…)

Der MDR1-Defekt: ein Gendefekt mit weit reichenden Folgen

Der MDR1-Defekt: ein Gendefekt mit weit reichenden Folgen

von Dipl. oec. troph. Joachim Geyer, Justus-Liebig-Universität Giessen (D) In diesem Beitrag geht es uns darum, Züchter und Halter betroffener Rassen sowie interessierte Fachkreise aufzuklären. Da in letzter Zeit die verschiedensten Informationen aus unterschiedlichsten Quellen kursierten, möchten wir dazu beitragen, verunsicherten Hundebesitzern fundierte Erkenntnisse zu vermitteln. Mittlerweile wissen wir, dass das ursprünglich als Ivermectin-Empfindlichkeit bei Collies bezeichnete Phänomen verschiedene Arzneistoffe betrifft und auf einen Gendefekt zurückzuführen ist, der bisher bei (…)

Rehabilitation und sportlicher Aufbau von Hunden

Wie baut man einen Hund sportlich auf? Oder wie sieht eine erfolgreiche Rehabilitation aus? Diese beiden Fragen werden mir täglich in meiner Praxis gestellt. Im Zentrum dieser Fragen steht immer der «effiziente Muskelaufbau». Die Rehabilitation und der sportliche Aufbau von Hunden sind ein sehr umfangreiches Thema und es existieren diverse Meinungen, wie dies vonstattengehen sollte. Im vorliegenden Artikel möchte ich Ihnen dieses Thema etwas näher bringen. Text und Fotos: Dr. (…)

Helfende «Vampire» – Blutegeltherapie

Wir ekeln uns wohl alle vor Zecken, Flöhen und Co. Können Sie sich vorstellen, dass Sie Ihren Hund ganz bewusst und absichtlich blutsaugenden Tierchen aussetzen? Vermutlich nicht, doch gibt es auch hilfreiche Blutsauger, die uns und unsere Tiere von entzündlichen Schmerzen befreien können.   Die 8-jährige Border Collie-Hündin Kirree leidet an mehreren Zehen der Vorderbeine an Osteoarthritis. Dies ist eine chronische Gelenkerkrankung, bei der zunehmend die Gelenkknorpel zerstört werden. Grund (…)

Wegweiser durch den Hundefutter-Dschungel 2/2

Wer sich heute einen Hund zulegt und entscheiden muss, welches Futter das Beste für ihn ist, steht vor einer schier unglaublichen Auswahl. Wir geben Ihnen ein paar Anhaltspunkte, wie Sie sich besser im Dschungel der Futtersorten zurechtfindet. Im ersten Teil haben wir Sie über die Fütterungsarten informiert und über Mythen rund um das Hundefutter berichtet. Lesen Sie nun, wie Sie die Informationen auf den Futtersäcken entschlüsseln können. Text: Anja Marti-Jilg (…)

Wegweiser durch den Hundefutter-Dschungel 1/2

Wer sich heute einen Hund zulegt und entscheiden muss, welches Futter wohl das beste für ihn ist, steht vor einer schier unglaublichen Auswahl. Wir geben Ihnen ein paar Anhaltspunkte, wie Sie sich besser im Dschungel der Futtersorten zurechtfinden. Text: Anja Marti-Jilg Die einfachsten Lösungen, nämlich für den Rest des Lebens das Futter zu geben, das die Züchterin empfohlen hat, das zu kaufen, was beim Tierarzt im Regal steht, oder jenes, (…)

To chip or not to chip – Chippen oder vielleicht doch nicht?

Chippen oder vielleicht doch nicht?

Die Kontrolle über Tiere, die im «Umlauf» sind, ist, seit ich mich erinnern kann, ein Thema. In der Geschichte waren es immer bestimmte Krankheiten, die vom Tier auf den Menschen übertragen wurden, Rassezugehörigkeit oder Besitzer, die den Menschen dazu bewogen haben, Tiere zu kennzeichnen. Von Nadja Maurer, Referentin für Ethologie und Tierhomöopathin Im 19. Jahrhundert wurde der tollwutfreie Hund durch ein Halsband gekennzeichnet. Später konnte beispielsweise dem gegen Tollwut geimpften (…)