Einsamkeit nach dem Homeoffice: Alleinsein muss erlernt sein

Hunde sind ausgeprägt sozial. Viele geraten in Angst, Stress, ja sogar in Panik, wenn sie allein bleiben müssen. Die Zeit nach dem Homeoffice mit Hund will darum sorgfältig vorbereitet und das Alleinsein trainiert sein.

von Roman Huber

Wenn es nach dem Homeoffice wieder ins Büro geht, wird dies manchem Hundehalter deutlich vor Augen führen, dass das Alleinsein nach langer Zeit für den Hund problematisch sein kann. Noch schwieriger wird die Rückkehr in die Normalität, wenn der in dieser Zeit angeschaffte Hund nichts anderes kennt. Wer Trennung und Alleinsein auf die leichte Schulter nimmt, dem droht ein böses Erwachen. Hunde sind sehr soziale Tiere. Trennung und Alleinsein können für viele zum Problem werden, während es für andere Hunde kein Thema ist. Hunde stecken das Alleinsein unterschiedlich weg. Das hängt mit mehreren Faktoren zusammen (siehe «Kandidaten für Trennungsängste»). Massgebend ist ausserdem, wie Trennung und Alleinsein aufgebaut werden und wie die ersten Erfahrungen dabei sind.

Mit dem Thema vertieft auseinandergesetzt haben sich renommierte Verhaltensfachpersonen, allen voran Ute Blaschke-Berthold sowie Celina del Amo. Auf ihre Aussagen beruft sich im Wesentlichen der Autor dieses Artikels.

Funktioniert das Alleinsein wirklich?

Oft hört man Halter sagen, ihr Hund könne problemlos mehrere Stunden allein sein und ihm gehe es danach tipptopp. Ob dem wirklich so ist? Wer nach Hause kommt und nichts zerstört oder angeknabbert vorfindet, keine Kot-, Harn- oder Speichelspuren und vom Nachbarn keine Reklamationen über Dauerbellen oder -jaulen erhält, hat noch keine Gewähr, ob das Alleinsein tatsächlich gut funktioniert. Es gibt auch ein stilles Leiden bei Hunden mit Trennungsangst. Eine überschwängliche Begrüssung oder apathisches Verhalten bei der Heimkehr können darauf hinweisen. Auch das Ausdrucksverhalten vor der Trennung kann Auskunft darüber geben, wenn eine Resignation oder Depression vorliegen würde – beispielsweise durch übertriebene Körperpflege bis hin zur Selbstverletzung.

Darum raten Fachpersonen, den Hund über eine gewisse Zeit zu überwachen. Heute ist das per Video mit Tablet oder Handy einfach zu bewerkstelligen. So erhält man Gewissheit über Verhalten sowie Befinden des Hundes während der Abwesenheit, und man wird den Kinobesuch oder den Abend im Restaurant besser geniessen können. Abgeraten wird von Mikrofonsystemen, über die man mit dem Hund spricht oder von einer Leckerchen-Auswerfmaschine, die den Hund eher verwirren. (…)

Den vollständigen Beitrag können Sie im SHM 6/21 lesen.

geschrieben von:
Roman Huber

Roman Huber

Roman Huber ist Publizist, Hunde- sowie Medienfachmann, hat zwei Hunde und unterstützt als Trainer seine Frau in deren Hundeschule. Er plädiert für eine faire Erziehung bzw. Haltung, die den Bedürfnissen und Möglichkeiten des einzelnen Hundes und dessen Menschen entspricht. Statt Methoden stellt er die individuelle Begleitung ins Zentrum und Lösungen, die auf Ursachenanalyse basieren sowie verhaltensbiologisch gesehen korrekt sind. www.dogrelax.ch.

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