Halsband und Leine sind aus dem Alltag von Menschen mit Hunden nicht wegzudenken. Sie sind aber nicht nur praktisch, sondern erzählen auch eine ganz eigene Geschichte über die Beziehung von Mensch und Hund. Eine kleine Zeitreise.
Text: Eveline Schneider Kayasseh
Am 30. März 1899 gelang dem Franzosen Victor Loret im Tal der Könige eine Sensation: Er fand das erste weitgehend intakte Grab aus altägyptischer Zeit. Während sich die Ägyptologen mit der Mumie des Verstorbenen, den ledernen Köchern und hölzernen Pfeilen, den Porzellan- und Alabastergefässen nebst anderen Dingen befassten, war für Hundefreunde vor allem eine Entdeckung interessant: zwei Halsbänder aus Leder.
Eines der beiden Halsbänder aus dem Grab des Maiherperi zeigt paarweise gegenübergestellte Pferde und ist mit Ziernieten aus Kupfer -geschmückt, das andere, auf welchem eine Gazellenjagd dargestellt ist, weist den Träger als «Tjesem» (Jagdhund) mit dem Namen Tantanuit (t-niw.t) aus. Über Maiherperi ist nicht viel mehr bekannt, als dass er ein königlicher Fächerträger war und um 1400 v. Chr. starb.
Doch die Halsbänder erzählen eine ganz eigene Geschichte – die einer Kameradschaft, die selbst die Reise ins Jenseits überdauerte. Tatsächlich sind Halsband und Leine neben ihrer Funktionalität auch ein Zeugnis der Verbundenheit zwischen Mensch und Hund.
Lesen Sie den ganzen Beitrag in der Ausgabe 9/24.