Die richtige Ernährung für gross und klein

Egal, wie gross ein Hund ist, bei seiner Ernährung ist vor allem wichtig, den individuellen Bedarf an Energie und Nährstoffen zu decken.

Von Prof. Dr. med. vet. Annette Liesegang

Der Nährstoffbedarf kleiner und grosser Rassen kann grundsätzlich über das gleiche Futter gedeckt werden – wenn es denn dafür konzipiert ist. Kleinere Hunde brauchen in Bezug auf die Menge natürlich weniger Futter als ihre grossen Artgenossen. Aber ein Futter muss auch im kleinen Hundenapf immer noch den Nährstoff- und Energiebedarf der kleinen Hunde abdecken. Für solche Rassen gibt es im Handel spezielle Trockenfutter, die es dem Besitzer einfach machen, die Futtermenge richtig zu dosieren. Die Kroketten oder Pellets solcher Futtermittel sind zudem der Kiefergrösse der Kleinen angepasst und erleichtern ihnen das Kauen.

Optimales Wachstum

Besonders wichtig ist die richtige Ernährung von grosswüchsigen Junghunden, weil es zu Skelettentwicklungsstörungen führen kann, wenn sie zu schnell zu viel zunehmen. In der Aufzucht ist deshalb ein optimales Wachstum anzustreben. Die Hunde haben keinen Vorteil davon, möglichst schnell möglichst gross zu werden. Zur Einschätzung der optimalen Futtermenge können Wachstumskurven zu Hilfe genommen werden (siehe Infokasten Seite XY). Den meisten Junghunden sieht man die zu hohe Energieaufnahme noch nicht einmal an, da sie nicht dick aussehen, sondern eher gross und schlaksig. Regelmässiges Wiegen verschafft Klarheit über den Gewichtsverlauf.

Wissenschaftliche Studien haben bewiesen: Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen Skeletterkrankungen wie der Osteochondrosis dissecans (OCD, Abspaltungen von Knochenteilen im Gelenk) und der Fütterung von Junghunden grosser Rassen. (…)

Den vollständigen Beitrag können Sie in der Ausgabe 2/21 lesen.

geschrieben von:
Prof. Dr. Annette Liesegang

Prof. Dr. Annette Liesegang

Prof. Dr. Annette Liesegang hat in Zürich und Montreal studiert. 2009 hat sie die Prüfung zum europäischen Fachtierarzt für Tierernährung und vergleichende Ernährung erfolgreich bestanden. Seit 2012 ist sie Professorin für Tierernährung und Direktorin des Instituts für Tierernährung der Vetsuisse Fakultät Zürich. Zum gleichen Zeitpunkt konnte sie auch die tierärztliche Ernährungssprechstunde (www.nutrivet.uzh.ch) an ihrem Institut einführen. Mit ihren beiden Australian Cattle Dogs macht sie Agility, Obedience und Mantrailing. www.nutrivet.uzh.ch

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