Der West Highland White Terrier – Tausend Ideen in einem Kopf

Für alle, die sich viel Schabernack in Kompaktformat wünschen, ist der Westie mehr als eine Option, denn als richtiger Terrier ist er im Herzen viel grösser, als seine knapp 30 Zentimeter Schulterhöhe vortäuschen. Auch wird er sich weder von einer langen Wanderung noch von anderen Hunden ins Bockshorn jagen lassen. Der Westie macht jeden Spass mit.

 

Ein Optimist mit Ausdauer
Man sollte sich wirklich nicht von seiner Grösse und den funkelnden Knopfaugen täuschen lassen. Der Westie ist ein kleiner «Duracell-Hase», der glücklich ist, wenn er den ganzen Tag etwas unternehmen kann. Dabei liebt er ausgiebige Spaziergänge genauso wie lustiges Herumtoben, sei es mit anderen Hunden oder Kindern – der Westie ist am liebsten mittendrin und nicht nur dabei. Man sollte ihn von klein auf umsichtig an andere Hunde und Kindern gewöhnen, damit er nicht wegen jeder Kleinigkeit gleich an die Decke geht und der unternehmungslustige kleine Racker sein kann, der er ist. Dann ist der ehemalige kleine Jagdhund, den die schottischen Adligen in Jagdmeuten hielten, richtig glücklich.

 

Ein echter Schotte
Seine ursprüngliche Heimat sind die schottischen Highlands – karge, grosse Heideflächen, die sich mit steinigen Halden und Hochmooren abwechseln. Die Landschaft ist arm an Bewohnern, dafür reich an Schafen, die eine der wenigen Weidetierarten sind, die gut mit dem unwegsamen Gelände zurechtkommen. Durchzogen wird das Land von sauberen, fischreichen Flüssen, die die Heimat vieler Fischotter waren und sind. Auch Füchse kommen gut mit dem rauen Gelände zurecht und leben zwischen Felsen und Geröll. Diese beiden Jäger wurden wiederum viel von Menschen gejagt. Die Füchse, weil sie die jungen Lämmer nehmen. Die Otter, weil sie Fisch fressen. Um Jagd auf diese wehrhaften Jäger zu machen, brauchte man starke, trittsichere, mutige Hunde mit Durchhaltevermögen – Terrier eben.

Dabei spielte das Aussehen dieser kernigen Hunde lange genauso wenig eine Rolle wie der Name. Der Terrier hiess nach seiner Herkunft, kam er von der Isle of Skye war er ein Skye Terrier. Ähnlich pragmatisch wurde die Lebenserhaltung gesehen. Mit Hunden, die schlecht jagten oder sonst nicht den Erwartungen entsprachen, wurde nicht lang gefackelt. Die Terrier lebten auf Höfen als Wachhunde, die auch Ratten und Mäusen auf den Leib rückten und grundsätzlich für Ordnung sorgten, oder bei Adligen in Arbeitsmeuten, wo sie für die Jagd auf Fuchs und Otter eingesetzt wurden.

Erst im 19. Jahrhundert wurden die vier schottischen Terrier-Rassen Skye Terrier, Scottish Terrier, Cairn Terrier und West Highland White Terrier zu richtigen Rassen gezüchtet, wobei der West Highland White Terrier so nahe mit dem heute viel selteneren Cairn Terrier verwandt ist, dass Cairn-Terrier-Champions noch bis 1924 von West Highland White Terriern abstammen konnten. Umgekehrt konnten bis zum selben Zeitpunkt weisse Welpen aus Cairn-Terrier-Würfen als Westies registriert werden. (…)

 

Den vollständigen Beitrag können Sie in der Ausgabe 8/19 lesen.

geschrieben von:
Anna Hitz

Anna Hitz

Anna Hitz (Jg. 1983) und ihre Familie leben mit einem Irish Terrier, einem Italienischen Windspiel und einem Spanischen Windhund unter einem Dach. Das Leben im Hier und Jetzt, die Freude und Ruhe bewundert und geniesst sie an ihren Hunden. Ausserdem liebt sie es neue Menschen und Tiere kennenzulernen und von ihnen Neues zu erfahren. Das hat bisher zu zahlreichen Artikeln und Kolumnen über Hunde und Katzen geführt, wie zu einem Roman und einigen Kurzgeschichten über Menschen.

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