Bitte einsteigen – Eine Hundebox für alle Lebenslagen

Bei Hunden, die nicht ganz gesellschaftskonform «funktionieren» oder solchen, die sich schwer tun zur Ruhe zu kommen, ist die Box oft eine Wohltat für Hund und Halter. Ein Freibrief für stundenlange «Aufbewahrung» ist sie jedoch nicht. Als Veloanhänger kann die Box zudem ermöglichen, den gebrechlichen oder noch nicht belastungsfähigen Vierbeiner auf grösseren Touren mitzunehmen, wenn er an die entsprechenden Umstände sinnvoll herangeführt wird.

Von Katrin Schuster

Eine mobile Faltbox war bei Malmute Ragnarson mein ständiger Begleiter. Viele Situationen konnten hiermit entschärft und für mich deutlich vereinfacht werden. Doch durch meine Unachtsamkeit kam es auch zu Verlusten. Der «Eisbär» wusste sich jederzeit zu befreien, wenn es darauf ankam, und ich war anschliessend einige Stunden mit Flicken beschäftigt. Befreien musste er sich indes nur, wenn ich seinen aktuellen Bedürfnissen nach Nähe und Freiraum nicht genügend Beachtung geschenkt hatte.

 

Heranführen an die Box

Für einen einigermassen gut sozialisierten Welpen sollte so eine Box erstmal keine besondere Bedeutung haben, er wird sie neugierig erkunden und ausprobieren, was man damit wohl so anstellen kann. Reissverschlüsse und andere lockere Elemente werden einer Belastungsprobe mit den Zähnchen unterzogen und können dabei schon mal zu Schaden kommen. Ganz egal, ob die Box noch offen oder schon geschlossen ist: Hier ist mit Verlusten zu rechnen, so dass es Sinn macht, für den Anfang eine gebrauchte, vielleicht schon geschlissene Box zu verwenden.

Dass schon junge Hunde und vielfach erwachsene Vierbeiner die Box mit Argwohn betrachten, dürfte zwei Gründe haben:

  1. Es handelt sich um eine Einbahnstrasse.

Wenn sich der Hund in seiner Umgebung nicht sehr sicher fühlt, wird er die Begrenzung möglicherweise meiden, da hierdurch eine schnelle Flucht ausgeschlossen ist. Dagegen haben Vierbeiner aus der Gruppe der Bauhunde (Jagdhunde, die bei der Baujagd eingesetzt werden) oder Welpen, die solche höhlenartigen Gebilde schon früh als Rückzugsort kennenlernten, eine gewisse Affinität dazu und verkriechen sich gerne darin. (…)

Den vollständigen Beitrag finden Sie im SHM 3/21

geschrieben von:
Katrin Schuster

Katrin Schuster

Katrin Schuster (Jahrgang 1979) ist Tierverhaltenstherapeutin und gelernte Laborfachfrau für Veterinärmedizin (V-MTA). Als Dozentin für ethologische und veterinärmedizinische Themen gibt sie ihr breites Wissen an angehende Verhaltensberater, Tierheilkundige und Tiermedizinische Praxisassistenten in verschiedenen Schulen weiter. Neben der gesundheitlichen Abklärung bei Verhaltensauffälligkeiten liegen ihr die tiergerechte Haltung sowie der respektvolle und faire Umgang zwischen Tier und Mensch am Herzen. Katrin Schuster arbeitet mit Tierpsychologen, Fachtierärzten und Tierheilpraktikern eng zusammen.

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