Wolfskrallen beim Hund – Funktionslose Anhängsel oder Risikofaktor?

Insbesondere grössere Hunderassen besitzen sogenannte Wolfskrallen, bekannt auch unter den Begriffen «Afterkralle», «Wolfsklaue» oder «Hubertusklaue». Die Bezeichnung «Wolfskralle» ist insofern ungeeignet, da Wölfe diese Afterkrallen an den Hinterläufen gar nicht besitzen.

Die Wolfskralle ist eine zusätzliche Kralle an der Innenseite der Hinterläufe des Hundes und gesellt sich dort zu den vier anderen Zehen (Polydaktylie). Meist ist sie mit der Haut verwachsen und somit kein selbstständiges Gliedmass. Im Gegensatz dazu besitzen Hunde an ihren Vorderpfoten jeweils fünf Zehen, einschliesslich der sogenannten «Daumenkralle», die mit Knochen und Gelenken verbunden ist. Dem Hund dient die Daumenkralle zum Klemmen und Fixieren; sie ist also keinesfalls funktionslos.

Wir unterscheiden somit zwischen der Daumenkralle an den Vorderläufen sowie den Wolfskrallen an den Hinterläufen. Erstere hat – ausser beim Sprint – normalerweise beim Laufen keinen Bodenkontakt. Ob sie auch zur Stabilität beim Laufen beiträgt, ist noch nicht hinreichend erforscht. Die Wolfskralle kann bei Hunden ein- oder auch beidseitig vorhanden sein und befindet sich, wie bereits ausgeführt, an der Innenseite der Hinterläufe mit grossem Abstand zu den anderen Zehen. Sie kann zuweilen auch eigenständig angelegt sein, mit einem eigenen Zehenknochen und Zehengelenk. In anderen Fällen besitzt die Kralle zwar eine eigene Blutversorgung, allerdings ohne knöcherne Verbindung zum Skelett. (…)

 

Den vollständigen Beitrag können Sie in der Ausgabe 2/20 lesen.

geschrieben von:
Dr. rer. nat. Barbara Wardeck-Mohr

Dr. rer. nat. Barbara Wardeck-Mohr

Dr. rer. nat. Barbara Wardeck-Mohr aus Deutschland ist Wissenschaftsreferentin, Autorin für Hundefachmagazine, Hundesachverständige und Radioexpertin zum Thema Mensch und Hund. Zudem ist sie investigativ-journalistisch im Tierschutz und in der internationalen Hundepolitik tätig und als bestellte Expertin bei Hunde-Gesetzgebungsverfahren aktiv. Sie war ausserdem Initiantin und Projektleiterin der «Zermatter Hundewelten» von 2010 bis 2012.

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