«Warum haben Sie einen Hund?»

Hunde kosten, sind mit Aufwand verbunden, schränken ein und können einen auch mal ärgern. Dennoch gibt es triftigere Gründe dafür, sich einen Hund zuzulegen. Studien belegen nämlich: Hunde tun dem Menschen gut!

 

«Natürlich kann man ohne Hund leben, es lohnt sich nur nicht», schrieb der verstorbene deutsche Schauspieler Heinz Rühmann. Und der US-amerikanische Komiker, Drehbuchautor und Regisseur Woody Allen meinte sogar: «Der einzig absolute Freund, den ein Mensch in dieser selbstsüchtigen Welt haben kann, der ihn nie verlässt, der sich nie undankbar oder betrügerisch verhält, ist sein Hund.» Hier liessen sich noch Dutzende weiterer Statements anführen, mit denen prominente Menschen ihre Sympathie für den Hunde bekunden.

 

Doch stellen wir uns selber in die Realität der Titelfrage. Wer sich einen Hund zulegt, sollte wissen, dass dieser Zeit in Anspruch nimmt, Kosten für Futter und Ausrüstung, Tierarztbesuche und vielleicht für kaputt gemachte Dinge verursacht und dass der Reinigungsaufwand im Hause steigt. Der Hund schränkt den Besitzer in dessen Freiheit nicht nur ein, sondern erlegt ihm zusätzlich den Aufwand für eine wesensgerechte Haltung und Erziehung auf. Letztlich hat der Besitzer auch noch täglich mehrmals die Hundekacke aufzunehmen.

 

Wie der Wolf kam und Hund wurde

Warum soll trotz allem doch ein Hund ins Leben eines Menschen treten? Das begann, wie Funde beweisen, erstmals vor 30 000 Jahren. Zugegeben: Damals war er noch Wolf. Die Geschichte des Hundes lässt sich heute aber rund 10 000 Jahre ziemlich genau zurückverfolgen. Mancher Forscher und Biologe beschreibt die Evolutionsgeschichte «vom Wolf zum Hund», wonach vereinzelt etwas weniger scheue Wölfe zum Menschen gefunden und sich in deren Nähe angesiedelt hatten.

 

Der Mensch machte sich deren Vertrauen und Talente zunutze. Der canis lupus (Wolf) wurde zum canis lupus familiaris (Haushund). Er zog beim Menschen ein, hielt Wache, vertrieb Eindringlinge, jagte kleine wie grosse Tiere und liess sich aufgrund seiner Veranlagungen – vor allem des einzigartigen Riechorgans – zu allerlei Aufgaben in dessen Dienst heranziehen. Kurzum: Der Mensch wäre heute kaum so hoch entwickelt, wäre der Wolf beziehungsweise der Hund nicht gewesen. (…)

 

Den vollständigen Beitrag können Sie in der Ausgabe 2/19 lesen.

 

geschrieben von:
Roman Huber

Roman Huber

Roman Huber ist Publizist, Hunde- sowie Medienfachmann, hat zwei Hunde und unterstützt als Trainer seine Frau in deren Hundeschule. Er plädiert für eine faire Erziehung bzw. Haltung, die den Bedürfnissen und Möglichkeiten des einzelnen Hundes und dessen Menschen entspricht. Statt Methoden stellt er die individuelle Begleitung ins Zentrum und Lösungen, die auf Ursachenanalyse basieren sowie verhaltensbiologisch gesehen korrekt sind. www.dogrelax.ch.

4 Kommentare zu “«Warum haben Sie einen Hund?»

  1. Monika Hagmann

    Guten Tag liebes Hundemagazin Team

    Mein Labrador Leroy, ist in Ausbildung als PTBS Assistenzhund.
    Für Posttraumatische Belastungsstörung und Depressionen.
    Er kann mich bei einer Panikattake ablenken, mich wieder in die Realität und hier und jetzt zu bringen, wenn ein Flashback erleide.
    Menschen die mir zu nahe treten, hält Leroy auf Abstand und sorgt, dass ich mich wieder sicherer in der Aussenwelt zurecht finde.

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  2. Eveline

    Er bringt mich zum Lachen, zeigt mir, was was es heisst im Jetzt zu sein, zwingt mich zur eigenen Impulskontrolle, fördert meinen Ideenreichtum, verlangt nach dauernder Selbstreflexion. Er hilft mir Wetterfest zu bleiben und aufmerksam durchs Leben zu gehn, gibt mir kostenlose Krafttraining- und Fitnesstunden. Zeigt mir, was behutsame Führung und Konsequenz beeinhaltet und was negative Gedanken für eine Auswirkung haben.
    Kurz, er macht mich zu einem besseren und glücklicheren Menschen.

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  3. Ingrid Blum

    Liebes Hundemagazin Team
    Ich glaube, dass der Hund die Tierart ist, von der wir am meisten über uns selbst erfahren und lernen können. Hunde geben auf unsere Interaktionen und Reaktionen immer ihre ehrliche Antwort. Diese zu verstehen ist im Leben mit Hund der Schlüssel zum «besten Freund» und bereichert liebevoll das tägliche Leben Seite an Seite. Wie leer wäre der Alltag ohne einen besten Freund?

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  4. Margret Hälg

    Liebes Hundemagazin Team
    Ohne meinen Hund wäre ich auf keinen Fall so glücklich und motiviert, bis ins hohe Alter agil zu bleiben. Mein Hund bzw. meine Hunde bedeuten für mich ehrliche Liebe ohne zu werten, ansteckende Fröhlichkeit, Herzenswärme und lebenswerte Tage und Jahre. Sie haben mir in schwierigen Zeiten durch ihre unverbrüchliche Liebe Kraft gespendet, die ich dann auch weitergeben konnte. Ich kann dem verstorbenen Heinz Rühmann nur zustimmen – ein Leben ohne Hunde ist möglich aber nicht lebenswert.

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