«Kein guter Trainer arbeitet mit Schmerz und Angst»

«Kein guter Trainer arbeitet mit Schmerz und Angst»

Am 3. Oktober soll Cesar Millan, der amerikanische «Hundeflüsterer», im Hallenstadion in Zürich auftreten. Mit Hunden. Marlen Maurer-Brandenberg und Bettina Stemmler von der «Initiative für gewaltfreies Hundetraining» nehmen in diesem Interview Stellung dazu. Sie kritisieren die umstrittenen Methoden und wollen die Öffentlichkeit davor warnen.

Interview: Roman Huber

Marlen Maurer-Brandenberg (36) ist Verhaltensberaterin und Hundetrainerin mit eigener Hundeschule, Int. Hundetrainerin IDBTS Sheila Harper, befähigt SKN-Kurse zu geben und den obligatorischen Sachkundenachweis zu erteilen (NF SKN), sowie Verhaltenstrainerin DogTalk. Bettina Stemmler (32) ist lic. phil. Uni Zürich; sie studierte Psychologie, Geschichte und Philosophie; empirische Forschung zur Mensch-Hund-Beziehung, Hundetrainerin und Tierpsychologin (HIK-1, I.E.T., Rugaas).

INTERVIEW

Cesar Millans Auftritt in Zürich ist derzeit das grosse Thema in der Schweizer Hundeszene. Mit Ihrer Initiative möchten Sie diesen verhindern. Warum?

Wie die Videos und Internetclips zeigen, bedient sich Millan Methoden, die gemäss der Schweizer Tierschutzverordnung verboten sind. Zudem sind diese Methoden unethisch und unwissenschaftlich. Darum hat sich die Initiative für gewaltfreies Hundetraining gebildet, die von 180 Fachpersonen, teils international renommierten Personen und Organisationen wie SKG, Certodog, TIR, STVV und anderen unterstützt wird.

Sie verhelfen Millan auch zu erhöhter Publizität.

Uns geht es nicht nur um ihn. Wir möchten etwas für die Hunde langfristig und breit bewegen, indem wir möglichst viele Menschen auf das Thema Gewalt sensibilisieren. Man sollte erkennen, wo Gewalt beginnt, wie sie aussieht und warum man darauf verzichten sollte. Das wichtigste Anliegen ist das Verbreiten von Wissen über wissenschaftlich fundiertes, nonaversives Training, also ein Training ohne das Zufügen von Schmerzen und Angst.

Seine Anhänger bestreiten, dass er Gewalt anwendet. Sie sehen das anders?

Wir haben viele der Internet-Videos seiner TV-Show angeschaut. Da sieht man psychisches Einschüchtern, blitzschnelles Kicken in die empfindliche Lende, Stachel- und Elektroschockhalsbänder. Häufig verwendet er zudem ein Würgehalsband ganz oben am Genick, wo es am effizientesten würgt; er hält den Hund damit sogar in die Höhe, bis dieser aus Sauerstoffmangel oder psychischem Stress aufgibt.

Die TV-Show ist jedoch professionell gemacht.

Das ist so, mit Sprecher, Musik und Schnitt. Schaut man es ohne Ton an und achtet genau auf die Körpersprache, sollte sich bei jedem Betrachter die Empathie melden.

Lesen Sie das ganze Interview von Roman Huber im Schweizer Hunde Magazin 5/2014.

geschrieben von:
Roman Huber

Roman Huber

Roman Huber ist Journalist mit Teilzeitpensum. Er setzt sich daneben mit Hundethemen auseinander und schreibt darüber. Roman Huber ist Halter eines Australian Shepherd, int. Hundetrainer (IDBTS), SKN-Ausbildner und arbeitet in der Freizeit bei «dogrelax», der Hundeschule seiner Ehefrau Jacqueline, mit Menschen und deren Hunden.

49 Kommentare zu “«Kein guter Trainer arbeitet mit Schmerz und Angst»

  1. Evelyn Baumgartner

    Die Öffentlichkeit vor Millans Methoden warnen -das ich nicht lache! Man sollte dich lieber mal Gedanken darüber machen, den Menschen, die es zu solch schwierigen Fällen kommen lassen, einen Hund lebenslänglich zu verbieten! Ein Hund lebt im jetzt, es hilft also nichts wenn man ihm etwas abgewöhnen will und es dann macht, wenn er das Verhalten gar nicht zeigt! Das Verhalten muss also ausgelöst werden, damit man es korrigieren kann und gleich danach das erwünschte belohnen. Dann versteht der Hund auch was er soll. Ausserdem kann ich den Vorwurf „dass sich ein normaler Hundetrainer nicht an solch massive Fälle macht“ nur nachvollziehen. Die bringen schlicht die tagtägliche Erfahrung mit solchen Hunden einfach nicht mit, denn dann würden sie anders reden. Schon logisch, meist hat man in Hundekursen die Leute die gerne und so oder so etwas mit ihrem Hund machen, es ist geführt und unter Kontrolle und vielleicht mal eine Rauferei oder kleine Beisserei unter den Hunden. Man trennt sie danach, macht mit der nächsten Übung weiter und schaut, dass man nicht mehr ganz so nah an den anderen Hund heran geht, was ja genau Falsch ist. DAS ist der normale Hundetrainer. Und der Schmerz und die Angst oder völlige Unterforderung hat ein solcher Hund ja so oder so schon, sonst würde ein solches Verhalten ja gar nicht bestehen. Also hört endlich auf zu meinen, dass man einen solchen Hund mit ein paar Sitzungen liebevoller konsequenz ändern kann. Ich sag ja auch einem Schwerverbrecher nicht; ah du warst aber böse, bitte bitte mach das das nächste mal nicht mehr…. Ich bin von Grundauf für eine sensible, liebevolle und konsequente Erziehung mit viel positiver Bestärkung und ausreichend Beschäftigung wenn man sich schon einen Hund zulegt! Nur würde ich behaupten, dass 80% der Hundehalter einfach nicht konsequent sind oder sein können oder wollen und deshalb reicht halt auch irgendwann mal eine normale Korrekturmethode nicht mehr aus!!! Ausserdem möchte ich diese Hundetrainer mal mit 30,40 Hunden sehen, die alle ab der Leine sind und gehorsam alle hinter ihnen herzotteln, oder alle einem Ball hinterherlaufen. Also so schlecht kann Cesar ja dann auch nicht sein. Also freut euch doch einfach, dass es jemanden gibt, der dann auch diese Hunde nicht einschläfern lassen will und je nach Härtefall halt auch Methoden anwendet, die vielleicht halt nicht jedermanns Sache sind? Und es macht halt auch einen Unterschied, ob es nun ein 5 Kg agressiver Minipudel ist, der man einfach mal vom Sofa weisen sollte oder ein 40 kg schwerer Rottweiler der auf andere Hunde losgeht, da reicht halt ein kleiner Klaps einfach nicht aus! Also ich freue mich schon auf ihn und hoffe, dass sich DIE ÖFFENTLICHKEIT NICHT von solch weithergeholten und neidischen Stimmen beeinflussen lässt!!!

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    1. Eva Windisch

      Also Frau Baumgartner, dann sind Sie der Meinung, dass Hunde, die vom Menschen verkorkst wurden, gefoltert werden MÜSSEN? Ist es jenseits Ihrer Vorstellung, dass es auch anders geht als mit Gewalt? Würden sie erfahren, dass es auch gewaltfrei geht, würden Sie sich dann trotzdem FÜR die Folter von Hunden entscheiden?

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    2. harald

      Und immer wieder diese Leute, die meinen, nur er würde Hunde vor dem einschläfern retten.
      Es gibt eine Menge Hundemenschen, die das auch machen. Allerdings ohne die gewalt, die CM anwendet. Auch einen extremen Hund muss man nicht würgen oder an der Wäscheleine, die direkt hinter den Ohren auf die Nerven drückt, hoch ziehen.
      Es entsteht auch bei solchen Befürwortern immer wieder der Eindruck, das alle anderen keine Ahnung haben und sich an gefährlichen Hunden ran trauen. Natürlich gibts leider viele MöchtegerneHundetrainer und auch mit Zertifikat, die solche Hunde ablehnen. Das liegt aber eher daran, das die von irgendwelchen anderen Menschen ihr Wissen haben und nie mit einem Hund zu tun hatten, die man mit den Nullachtfuffzehn Ausbildungen zu tun hatten. Der beste Lehrer ist immernoch der Hund.
      Es ist sogar von vielen Leute bestätigt worden, das durch die Methoden von CM viele Hunde nach einiger Zeit noch schlimmer wurden und deshalb auch Teilweise abgegeben oder eingeschläfert worden. Leider schaut kaum einer mal wirklich hinter die Kulissen.
      um es mal auf den Punkt zu bringen. Einen wirklich gefährlichen Hund kann man niemals mit Starkzwang zu einem normalen Hund machen. das geht nir mit Ruhe und Geduld. Was leider nur wenige haben. Denn nur dadurch erreicht man positive Erfolge. das heisst aber noch lange nicht, das man nur mit Wattebäuschen wirft. Ein leichter Fingertip z.B. an die Wange bei einem Fehlverhalten reicht da überwiegend aus. Und einen Hund als Mensch auf die Seite legen, ist vollkommener Quatsch. Damit schadet man nur dem Vertrauen.

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    3. Petra Heß

      Warum sollte es richtig sein, erst einen Fehler machen zu lassen, um ihn dann korrigieren zu können?
      Nur wer sich nicht die Mühe macht, mögliche Fehlerquellen zu bedenken, um im Voraus, in sinnvollen Lernschritten das richtige Verhalten zu lehren, sodass es gar nicht erst zum tatsächlichen Fehler kommt, wird erst auf Fehler warten oder sie gar bewusst herbeiführen.
      Den Hund in Fehler zu führen, um diese dann bestrafen zu können , damit der Hund dann Meideverhalten zeigt, welches belohnt wird (und dies dann als lernen zu bezeichnen) finde ich unfair und unnötig.
      Jeder Fehler, der gmacht wird, hinterlässt im Gehirn sozusagen eine Spur in die falsche Richtung…da füge ich doch nicht willentlich noch welche hinzu, sondern arbeite lieber in Ruhe am Ausbau der breiten Straße zum erwünschten Verhalten.

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    4. Turi Kammer

      Danke Evelyn B.! Ich befürchtete schon, ich stehe allein da mit so einer ähnlichen Sichtweise. Bei der ganzen Aufregung um diesen amerikanischen Hundetrainer stösst mir auf, wie verschoben die Wahrnehmung dieser gutmeinenden Menschen zur Tier-Realität ausserhalb ihrer etablierten Hundewelt ist: Stellen wir uns vor: Eine mit Ketten an allen Beinen gefesselte, in Todesangst schreiende Kuh wird umgeworfen und ihr dann bei vollem Bewusstsein mit einem Messer die Kehle aufgesäbelt. Sie stirbt einen qualvollen, langsamen Tod. Das nennt sich rituelles Schlachten und passiert täglich. (Soll ich gleich Filme dazu verlinken, die YouTube „politisch korrekt“ gelöscht hat?) Dieses Qualfleisch wird dann als „Halal“ auch in der Schweiz verkauft. Gegen DIESE WIRKLICHE BESTIALITÄT eine Initiative zu starten, DAS wäre ein Betätigungsfeld für Menschen, die sich für das Tierwohl engagieren wollen! Bei dieser Gelegenheit gleich auch noch gegen das maschinelle Shreddern von lebenden männlichen Küken protestieren und auch gegen die hierzulande jährlich tausenden „belastenden“ Qual-Tierversuche – notabene auch an vielen Hunden.

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      1. Martina M.

        Sie werden mit mir sicher einig gehen, dass sich niemand um alles kümmern kann. Dass sich aber insgesamt sehr viel erreichen lässt, wenn sich Menschen engagiert um ein Anliegen kümmern. Oder anders formuliert: Aufgrund Ihres Kommentares gehe ich davon aus, dass Sie sich in irgendeiner Form – ausser dem Kommentare schreiben – gegen das Schächten stark machen. Und gegen das Schreddern von Küken. Und gegen Tierversuche. Dann aber bitte auch gegen tierschutzrelevante Trainingsmethoden bei Hunden, für eine bessere medizinische Versorgung von mehr als 50 Millionen Flüchtlingen weltweit, darunte Millionen von Kindern, apropos Kinder, sie protestieren und spenden sicher auch für eine besser Schulbildung von Mädchen in den sogenannten Entwicklungsländern, und was ist mit der Unterstützung unserer Bergdörfer, der heimischen Vogelwelt, der lokalen Nachbarschaftshilfe? Nein? Sie engagieren sich nicht in all diesen wichtigen Bereichen? Sehen Sie.

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      2. Anita Gavoldi

        Grüezi Herr oder Frau Turl Kammer, Ihre Idee eine Kampagne gegen das bestialische töten der Kühe oder der Küken zu starten finde ich super. Wo kann ich mich einschreiben ? Haben Sie schon eine Internetseite gemacht ? Wenn nicht, sind Sie also nur am meckern über andere, die Initiative zeigen und ein Problem wirklich anpacken und nicht nur davon reden.

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    5. Rebecca Gyger

      Gewalt in der Hundeerziehung beginnt da, wo Wissen aufhört!

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    6. Sylvia Chachay

      Danke für Ihren Kommentar, Frau Baumgartner. Ich bin ganz mit Ihnen einverstanden. Mit „Folter“ haben Milans Methoden nichts zu tun. Und wie Sie erwähnen, ein freies Hunderudel anführen können, ist mit Gewalt nicht zu erreichen.
      Persönlich, und meinem Temperament entsprechend, erziehe ich meine vier grossen Hunde (1 mischling Rüde, 2 deutsche Schäferhundinnen und eine Malinois) mit positiver Bestärkung und hundegerechter Haltung. Sie haben viel Auslauf und Beschäftigung, und grosse Probleme gibt es nicht.
      Komisch, dass sich die Leute daran orientiere , wenn Milan in Extremfällen etwas energisch durchgreift, aber seinen Grundleitsarz „Bewegung, Bewegung, Bewegung“ übersehen. Aussedem scheint mir, dass ausgeflippte Hunde bei Milan glücklicher werden, weil sie Ordnung in ihr Leben kriegen.

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  2. Lanz Patricia

    Mit Interesse habe ich den Bericht über Cesar Milan geselesen und möchte kurz dazu Stellung nehmen. In Amerika sind noch viele Dinge erlaubt welche bei uns zum Glück schon lange verboten sind. Viele Privatpersonen verwenden dort Stromhalsbänder wie wir hier Leckerli verwenden. Leute welche keine Ausbildung haben und oft auch noch nie eine Hundeschule besucht haben. Einfach Menschen, welche glauben, dass ein Hund nur nicht mehr an der Leine zieht wenn er einen Stromschlag erhält. Das finde ich sehr bedenklich und wirklich auch schlimm.
    Im Normalfall bin ich natürlich auch für eine konsequente liebevolle Erziehung mit gegenseitigem Respekt. Ich will dass mein Hund mich als Partner anschaut und nicht Angst hat vor mir. Das ist der Normalfall und das bekommt man auch hin wenn man von Anfang an mit dem Hund trainiert und Interesse für den Hund zeigt.
    Ich habe schon viele Sendungen von Cesar Milan gesehen und da schüttle ich meistens den Kopf. Aber nicht wegen dem Hundetrainer sondern wegen den Menschen. So viele dieser Problemhunde werden nicht einmal regelmässig ausgeführt und sind gar nicht erzogen. Diese Hunde leiden und zwar schon lange und nicht wegen Cesar Milan. Sie werden zwar geliebt, aber es ist eine falsche Liebe und völlig nicht artgerecht. Daraus entsehen dann viele Probleme und zum Teil sind diese Hunde sehr gefährlich.
    Wir wissen alle auch, dass die meisten Menschen in solchen Situationen nicht monatelang oder sogar jahrelang ins Training gehen wollen. Wenn sie das gewollt hätten, dann hätten sie es ja schon lange gemacht. Nein, sie wollen eine rasche Lösung sonst wird der Hund eingeschläfert. Cesar Milan betreut und hat selber viele solche Hunde. Ich glaube, dass Cesar Milan oft die letzte Chance ist auch wenn seine Methoden umstritten sind. Hätte er einen Welpen oder würde er früher gerufen, dann würde er sicher nicht zu solchen Methoden greifen – weil es gar nicht nötig wäre.
    Der Umgang mit seinem Rudel finde ich jedenfalls beneidenswert.
    Also vielleicht müsste man die Sache nicht so schwarz oder weiss sehen sondern grau.
    Es ist halt eben wieder einmal so, dass die Hunde die groben Fehler der Menschen ausbügeln müssen.

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    1. Marina

      Bin völlig Ihrer Meinung Frau Lanz. Die Spezies Mensch hatte immer die Tendenz entweder schwarz oder weiss zu sehen und zu vergessen, dass eben auch eine graue Zone existiert.
      „Du siehst die Welt nicht wie sie wirklich ist; Du siehst die Welt wie Du bist“.

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  3. Ruge Rennhard Petra

    Schön wenn gewaltfrei erzogen wird! Nicht zu verwechseln mit Konsequenz! Wenn ich meine Hunde beobachte, bekämen sie die Höchststrafe! Unsanft, angsteinflössend, gewaltvoll! Meine Hunde sind tolle sotziale Wesen die ganz klar Ihre Hierachie aufrecht erhalten! Wenn das auch für die neusten Studien altmodisch scheint. Das ist dem Hunderudel so was von egal! Wir Menschen sollten viel mehr Zeit damit verbringen unsere Tiere zu beobachtten! Weniger Leute kritisieren! Hundesprache verstehen! Also hinsehen nicht verbieten! Ich finde Cesar Millan sehr hundisch. Mit freundlichen Grüssen Petra

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    1. Gina Kuhny

      César Millan – hündisch?
      Ich glaube da irren sie sich ganz gewaltig! Hundekörpersprache kann dieser Mensch auf jeden Fall NICHT lesen! Denn wenn er das könnte, dann würde er sich anders verhalten.
      Kein Hund (ich hoffe auch in ihrem Rudel) hängt den anderen an der Leine in die Luft bis er fast erstickt, kein Hund gibt dem anderen einen solch mächtigen Tritt in die Lende, dass er durch die Luft fliegt (in früheren CM Videos zu sehen, mittlerweile vom Netz gelöscht)… In einem intakten Hunderudel kann es Rangordnungsauseinandersetzungen geben – KANN ABER MUSS NICHT!

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  4. Sabine Schrey

    Es geht immer, auch bei solchen Härtefällen, ohne Gewalt – also warum sich für Gewalt entscheiden? Es sagt einiges über die Menschen aus, die die gewalttätigen Methoden von Cesar Millan verteidigen (und anwenden)… Von Millan-Anhängern werden immer wieder die gleichen „Argumente“ abgespult: der Hund würde sonst getötet, das sind Härtefälle, da kommt man mit der „Wattebauschmethode“ nicht weiter undundund. Diese Behauptungen sind unwahr: kein seriöser Hundetrainer befürwortet die Tötung von komplizierten Hunden und viele nicht-aversiv arbeitende Hundetrainer sind gerade bei solchen Extremfällen mit positiver Verstärkung erfolgreich – auf der Basis von Verhaltensforschung und Lerntheorie.
    Abgesehen davon, dass sich ein aversiv unterdrückter Hund erst recht unberechenbar und gefährlich entwickeln kann – einige der „therapierten“ Hunde sind im Anschluss an die Sendung trotzdem getötet worden (Stichwort: Akita Inu).
    Aber wahrscheinlich habe ich als Tierärztin (mit drei Hunden) einfach keine Ahnung und bin neidisch auf Herrn Millan. Und die Wissenschaftler, die Verhalten, Lernen und Körpersprache bei Hunden erforschen, und Herrn Millans Methoden als tierschutzrelevant ablehnen haben auch keine Ahnung und sind neidisch…
    Mir wird jedenfalls beim Anblick von Hunden, die definitiv keine „Schwerverbrecher“ sind und von diesem Menschen erst provoziert und dann gequält werden (Stichworte: Ohrenreingen, blinder Terrier, Holly) übel und ich kann nicht verstehen wie hundehaltende Menschen die Not dieser Tiere nicht sehen können/wollen!
    Das „Nicht-funktionieren“ dieser Hunde kann diese Tierquälerei nicht rechtfertigen, zumal die Probleme meist auf Haltungsfehlern beruhen, die der Besitzer gemacht hat (wobei die Besitzer dafür nicht gewürgt werden). In einem Video würgt Millan einen, sich in wilder Panik in der Luft um ihn drehenden, Hund bis dieser vollkommen resigniert und erschöpft daliegt und redet dabei etwas von: „ich lasse ihn im Kreis laufen bis er sich beruhigt“ – glaubt dieser Mensch, was er da redet? Dieser schwarze Hund hatte Todesangst und hat sich nach Minuten in sein Schicksal (Tod!) ergeben. Er hat sich nicht beruhigt und auch nicht verstanden, was er „falsch“ gemacht hat. Dieser Hund hat resigniert und die Lektion gelernt, dass Menschen unberechbar sind und so wird er auch in Zukunft reagieren – je nach Gegebenheit unterwürfig oder aggressiv.
    Ich möchte Hunde an meiner Seite, die mich erwartungsvoll ansehen und freudig mit mir arbeiten. Ich möchte keine Hunde, die alle fünf Sekunden beschwichtigend die Leftzen leckend einen vorsichtigen Blick aus den Augenwinkeln in meine Richtung wagen, um meine Stimmung abzuschätzen.
    Im Laufe vieler Diskussionen zu den Methoden Millans habe ich festgestellt, dass die Anhänger nicht empfänglich für wissenschaftliche Belege sind, sondern mit Meinungsfreiheit argumentieren. Ich bin da intolerant, denn man kann Gewalt nicht mit Meinungsfreiheit wegdiskutieren. Dieser Mann propagiert breit grinsend längst widerlegte Theorien und pflegt sein Hunderetterimage auf Kosten der Tiere, die unter ihm leiden!

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    1. Gina Kuhny

      Sie sprechen mir aus tiefster Seele!
      Da gibt es eigentlich nichts hinzuzufügen!

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  5. andrea s.

    also ich bin weder für noch gegen cesar milan. nur mal so zum nachdenken: die vereinigten staaten sind doch sehr streng was gesetzesbruch und tierquälerei angeht!? also warum macht der schon jahrelang seine show und sitzt noch nicht im knast wenn er immer die hunde quält?

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    1. Marina

      Richtig! Und ausserdem ist das Tierschutzgesetz in Amerika viel effizienter als unserer in der CH!

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  6. Sebastian Heinel

    Hallo Frau Baumgartner,

    wer Hunde mit Schwerverbrechern vergleicht, zeigt, wie viel Ahnung von Hunden er hat.
    Jeder weitere Kommentar ist dadurch überflüssig.

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  7. Anja Evers

    Es ist jetzt 16 Jahre her da hatte ich Probleme mit meinen beiden Hunden – die Terrierhündin klinkte jedesmal hysterisch aus wenn sie schon von weitem einen Hund gesehen hat und mein Mischlingsrüde hatte ab seinem 4 Lebensmonat beschlossen meine Kinder im Haus nicht mehr zu dulden obwohl er nie schlechte Erfahrungen mit Kindern auch nicht mit meinen Kinder gemacht hatte . Wir waren ratlos und suchten Hilfe – mir fiel damals ein Buch in die Hände von einer Hundetrainerin die auch mit bissigen, agressiven Hunden arbeitet . Damals dachte ich – ok. ein Buch geschrieben – arbeitet auch mit agressiven Hunden – toll ! Die kann uns bestimmt helfen. Wir haben mit beiden Hunden damals Einzelunterricht gemacht einmal die Woche pro Hund jeweils eine Stunde jeweils 75 Mark. Kann sich ja jeder selber ausrechnenen was uns das im Monat gekostet hat und wir haben das Training monatelang gemacht. Am Ende konnten unsere Hunde Sitz, Platz , usw. aber die eigentlichen Probleme waren immer noch da. Zu der Hündin bekamen wir die Antwort – ja wenn Terrier da ein Problem haben dann haben sie ein Problem – soll heißen dann kann man nichts machen und den Rüden sollten wir frühzeitig kastrieren lassen . Haben wir dann auch gemacht – er wurde mit 9 Monaten kastriert aber geändert hatte sich nichts – auch nicht nachdem wir wirklich viel geändert hatten – Futter hat er nur noch von den Kindern bekommen, wir haben nur ruhig zuhause gesprochen usw. es half trotzdem nicht. Nachdem ich die Bücher von Cesar Milan gelesen habe – habe ich verstanden warum es nicht funktionierte und hätte wäre ich damals schon auf so einen Menschen mit diesem Hundeverstand getroffen dann hätte sich alles anders entwickelt . Endlich mal jemand der sich traut den Menschen direkt zu sagen was falsch läuft – und aufzeigt wie es besser laufen kann wenn man bereit ist sich darauf einzulassen und entsprechende Änderungen vorzunehmen – vornehmlich in seiner Einstellung zum Haustier Hund. Weg von der grenzenlosen Vermenschlichung die viele Hunde erfahren und die entsprechende Probleme nachsichziehen. Um das zu Erkennen muss man nicht studiert haben oder Wissenschaftler sein – wir übertreiben es in unserer Liebe inzwischen so das eigentlich für jeden der ernsthaft und genau hinsieht – sichtbar ist. Natürlich wird sich Cesar Milan mit heftiger Kritik auseinandersetzten müssen denn für viele Menschen ist es so als wenn er ihnen etwas wegnehmen möchte. Sie wollen ihre Hunde mit grenzenloser Liebe 24 Std. überschütten , sie wollen ihn vermenschlichen und haben Angst sie könnten mit ihrem Verhalten irgendwann in die Kritik geraten. Also wird so jemand mit allen Mitteln bekämpft . Ich bin auch überzeugt das es hier genug Hundetrainer gibt die das Problem ebenso schon lange erkannt haben – und es ist gut das Cesar Milan das alles durch seine Shows öffentlich macht denn dadurch habe ich mir seine Bücher gekauft und mich gleichzeitig gefragt wo sind hier die Trainer die diese Erkenntnis ebenso besitzen aber die ich nicht kenne. Cesar Milan rüttelt die Hundezene wach und das ist gut so . Es ist für ein glückliches Hundeleben eben mehr erforderlich als gutes Hundefutter, treures Zubehör , großer Garten und 24 Std. Liebe auch wenn es die Hundehalter nur gut meinen.

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  8. Isabelle Pfiffner

    Als ich den Artikel „Kein guter Trainer arbeitet mit Schmerz und Angst“ las, konnte ich nur noch den Kopf schütteln…. . Soviel Unsinn auf zwei Seiten habe ich schon lange nicht mehr gelesen! Da gibt es einen Menschen der uns zeigen kann wie man einem Hund der auf die „schiefe Bahn“ geraten ist helfen kann und schon kommen die Theoretiker mit ihren Bücher. Sind wir doch einfach mal ehrlich, wenn diese Hundetrainer an solche Fälle wie sie Cesar Milan hat, herantreten müssten, würden sie hilflos da stehen und nicht weiter wissen. Sie würden irgendetwas ausprobieren …und dem Hund mehr schaden als ihm wirklich zu helfen. Hätte ich meinen ersten Hund und möchte gerne mit ihm in eine Hundeschule, so wäre Cesar Milan meine erste Wahl. Er zeigt uns die Hundesprache auf eine einfache und klare Art. Er öffnet uns eine Welt wo wir lernen wie der Hund mit uns kommuniziert und zeigt uns was der Hund von uns Hundehalter als Familienmitglied erwartet und auch erwarten darf. Das Zusammenleben mit einem Hund kann so bereichernd sein. Wenn zwischen Mensch und Hund ein ausgeglichenes Verhälniss besteht. Es ist wie bei einer Waage mit einer Schale auf jeder Seite. Zufriedenheit und ein glückliches Zusammensein kann nur existieren, wenn in einer Schale Disziplin und in der anderen Liebe in gleicher Menge besteht. Das nennt man dann Ausgeglichenheit und genau das will uns C.Milan mit seiner Arbeit aufzeigen. Wäre dieser Weg so falsch wie es im Artikel behauptet wird, so müsste man sich doch unweigerlich fagen, warum es dann funktioniert. Den eines ist klar und nicht aus der Welt zu schaffen; jeder Hund der mit Cesar Milan schon mal „gearbeitet“ hat und dabei Schmerz oder Angst erlebt hätte, würde unweigerlich bei einem erneuten Kontakt mit ihm seine Rute einklemmen und das weite suchen. Doch genau das Gegenteil geschieht! Wer kann von sich behaupten ein Hunderudel von über 20 Hunden zu halten und das in einer ausgeglichenen und guten Atmosphäre? Schauen sie sich das Rudel von C.Milan im Video an: jeder Hund fühlt sich wohl in seinem Rudel und keiner verkriecht sich, wenn C.Milan auf die Anlage kommt. Wenn einer die Hunde versteht und „lesen“ kann, dann ist es Cesar Milan. Ich kann mir nur wünschen das wir alle uns etwas abschauen und so unseren eigenen Hund besser verstehen. Und für mich das wichtigste: Lasst die Hunde Hunde sein und zwingt euer denken nicht dem Hund auf! Ein Hund denkt nicht wie ein Mensch! Wenn wir das endlich mal akzeptieren, wird unser zusammenleben mit diesen tollen Tieren einmalig. Also verschliessen wir nicht die Augen und hören einem Menschen wie Cesar Milan zu. Den er weiss von was er redet! Ich freue mich auf ihn! Den endlich hören wir mal was wahres!! Und nicht so unnützes Zeug wie im Artikel! Ach ja… Der Sachkundenachweiss ist ein WITZ! Wenn ich zBsp. noch nie einen Hund hatte….. muss ich NUR 4mal eine praktische und 4mal eine theoretische Lektion absolvieren und dann habe ich den Sachkundenachweis im Sack. Mein Hund ist aber nach diesen Lektionen von einem wohlerzogenen Hund noch weit entfernt. Lächerlich! Nur schon da sieht man das null Ahnung von Hundewissen dahinter steckt und es nur um Geldverdienen geht. Und solche Leute nennnen sich dan Hundetrainer oder sogar Profis. Das sieht man schon daran, dass sogenannte Hundetrainer wie Pilze aus dem Boden schiessen.

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    1. Turi Kammer

      Danke Isabelle, für diesen guten Beitrag,
      und auch an Evelyn Baumgartner.
      Die damit ausgelösten beleidigenden Kommentare sprechen für sich.

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    2. Martina M.

      Der Sachkundenachweis ist erstens kein Ersatz für die weitergehende Erziehung des Hundes, sei es in Kursen oder – ganz sicher – durch den Hundehalter oder die -halterin. Das heisst: Der Hund lernt selbstverständlich in den praktischen Lektionen nicht alles, was er können muss. Unproblematische Hunde (und das ist ja immer noch die Mehrheit) mit verantwortungsbewussten Haltern müssen dafür gar nicht zu einem Trainer. Vor allem aber, und weil zwischen den Zeilen der Vorwurf der Abzocke durchkommt – der SKN wurde nicht von Hundetrainern erfunden und vorgeschrieben – sondern vom Gesetzgeber, respektive dem VET-Amt.

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    3. Anita Gavoldi

      und ein Mensch denkt nicht wie ein Hund. Und schon gar nicht Cesar Millan !!!

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  9. Sunny Benett

    Liebe Frau Baumgartner,
    Sie schreiben „Das Verhalten muss also ausgelöst werden, damit man es korrigieren kann und gleich danach das erwünschte belohnen.“ Spannend, dass man Millan eigentlich nicht beim Belohnen sieht – es sei denn man bezeichnet auf unfreiwillige Unterwerfung oder andere lebensbedrohende Erziehungsmaßnahmen folgende Zwangsmassagen als „Belohnung“.
    Wissenschaftsbasiertes Training funktioniert so, dass man den Hund NICHT auslösen muss, sondern die Grundemotion in schwierigen Situationen langsam ändert, in dem man dem Hund nur das erwünschte Verhalten als Lösungsstrategie beibringt. Ganz ohne „Korrektur“.
    Aus lerntheoretischer Sicht ist eine Korrektur das Hinzufügen von etwas Unangenehmen, um ein (unerwünschtes) Verhalten zu unterbinden. Dies wird im Fachjargon als Strafe bezeichnet und birgt, wie zahlreiche Studien der letzten Jahrzehnte zeigen, einige Risiken für den Empfänger dieser Korrekturen – womöglich aber auch für unbescholtene Dritte, andere Hunde oder die Bezugsperson des Hundes.

    Ich bin jedenfalls sehr froh, dass das Hundemagazin dieses wichtige Thema verantwortungsvoll aufgegriffen hat und einen Blick hinter die Kulisse des Entertainers Millan wagt. Dankeschön!

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  10. Anke M. Hofer

    Danke für das Interview! Ich bin froh und dankbar, dass sich endlich so viele Menschen gegen aversive Trainingsmethoden, so wie z.B. Millan sie anwendet, aussprechen! Seine Methode basiert auf Strafen, Einschüchterung und sogar körperliche Gewalt und es ist ungeheuerlich, wie viele Menschen tatsächlich so weit gehen und diese Techniken bei ihren eigenen Hunden anwenden, ohne zu wissen, welche schwerwiegende Folgen diese bei ihrem Hund auslösen können! Ich kann nur an jeden Hundehalter appellieren, der den Millanschen Methoden „zugeneigt“ ist, sich sorgfältig über über das Lebewesen Hund zu informieren, wie dieser lernt und welche Trainings-Methoden tatsächlich beiden – Hund und Mensch – Spaß machen und langfristig zu Erfolgen führen. Millans Arbeitsweise unterdrückt nur kurzfristig die Symptome, greift aber nicht an der Ursache und ist keineswegs für ein gesundes Vertrauensverhältnis zwischen Hund und Mensch förderlich. Wir wollen doch alle keine eingeschüchterten, unterdrückte, sich aufgegebene Hunde haben, die vor uns ängstlich kuschen. Zum Thema „aggressive“ Hunde oder Millans RedZoneDogs (was soll das eigentlich sein) – jeden Tag trainieren Tausende positiv arbeitender Trainer mit aggressiven Hunden. Nur erfährt das die Öffentlichkeit nicht, weil nicht jeder den Zwang oder Drang hat, sich mit selbstverherrlichenden TV-Shows zu profilieren. Auch sind gewaltfreie Trainingsmethoden nicht so spektakulär für den sensationsgierigen TV-Zuschauer, sodass die Medien nicht daran interessiert sind. Die wollen Quoten, egal, was das für die Hunde bedeutet!

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  11. Sabrina Toniolo

    Dieser Artikel/ Interview ist sehr gut!
    Liebe Frau Baumgartner, ich glaube nicht dass es immer mit Neid und des weiteren zu tun hat! Im Gegenteil, solche Leute wie Cesar wecken Interesse bei Halter sich Hilfe zu holen und die Anfragen steigen bei den Beratern!
    Wenn allerdings seine Methoden für „solche“ Hunde wirklich gut wären, dann würden sich nicht so viele Leute wie Berater, Gesellschaft Schweizer Tierärzte, Tierschutz und auch Internationale Forscher gegen Cesar stellen, oder?
    Wissen Sie das viele seiner Methoden in der Schweiz Tierschutzrelevant sind und die meisten seiner verwendeten Hilfsmittel (Würgehalsbänder, Elektroschock-Halsbänder, Stachelhalsbänder, etc.) die er in seinen Sendungen und den Trainings benutzt, bei uns verboten sind?! Mit diesen Hilfsmitteln würgt er die Hunde in fast jeder Sendung und Schubsen der Hunde und Fusstritte nach den Hunden sind auch in fast jeder Sendung zu sehen.
    Zudem vertritt er ein Wissen das absolut nicht mehr auf dem neusten Stand ist und schon gar nicht auf dem Stand des Hundetrainings und Hundestandard in der Schweiz.
    Cesar Prügelt zwar nicht auf die Hunde im Training ein (naja mit Fusstritten nach den Hunden bedient er sich doch sehr oft!), aber seine Methoden sind extrem grob und mit viel seelischer Gewalt verbunden und es ist erwiesen, dass körperliche Strafen und die sehr grobe Art, wie sie in seinen Sendungen gezeigt werden, schädlich sein können. Wenn man glaubt, dass man „Gewalt“ mit Gewalt (ob körperlich oder seelisch) Behandeln kann, der glaubt vielleicht auch noch an die Zahnfee. Man lernt dabei nichts und man ändert auch nicht seine Emotionen!
    – Es gibt Folgen wie Fondue, Chip, Hope & Joyjoy dort werden kleine Hunde im Nacken gepackt, hochgehoben und durch die Luft geschwungen.
    – In Teddy hängt Cesar Millan einen Labrador so an der Leine auf, dass dessen Pfoten den Boden nicht mehr berühren.
    – Besonders erschreckend ist der Fall Shadow, welcher die Hundefreunde überall schockierte – das Filmmaterial wurde von Veterinärmedizinern begutachtet, deren Analyse zufolge zeigte Shadow Erstickungssymptome, nachdem er an der Leine aufgehängt wurde und das mit einem Stachelhalsband.
    Vor allem ist jedoch der psychische Stress zu kritisieren, dem die Hunde bei Cesar ausgesetzt werden. Viele Hunde, die zu Beginn ein Meideverhalten anbieten, werden dazu getrieben, schliesslich Aggression zu zeigen.
    Ein solches Beispiel ist JonBee, ein Jindo, der dazu gezwungen wird, sich auf die Seite zu legen. Nach einem heftigen und gefährlichen Kampf (in dessen Verlauf der Hund offenbar urinierte), gibt er schliesslich auf und lässt sich herumdrehen. Der Hund ist allerdings nicht entspannt, ganz im Gegenteil. Er zeigt zahlreiche Anzeichen von Stress, ist erschöpft und einfach nur Hilflos und er wurde regelrecht mit dem Würgehalsband traktiert.
    So etwas sollte schokieren!
    Um einen Hund zu traumatisieren, braucht man ihn nicht körperlich offensichtlich oder überhaupt körperlich zu verletzen.
    Wenn einem nur schon das Video von JonBee nicht abschreckt, dann weiss ich auch nicht.
    Ich könnte hier zu diesem Thema ein ganzes Buch schreiben….

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  12. Bianchi sabrina

    Als erstes mal bravo zu diesem tollen bericht… Es würde mich sehr freuen wenn man bezüglich des trainings über strafe….langfristig und grossflächig etwas tun könnte… Denn nur über aufklärung und vermitteln von wissen werden die leute verstehen was in diesem moment mit einem Hund geschieht und warum er tut was er tut…und das es mit dieser methode gar nicht funktionieren kann….!!! Für die menschen die diese methoden unterstützen und toll finden würde mich intressieren wie würdet ihr euch fühlen wenn euer chef euch für ein natürliches verhalten das seinen grund hat es zu zeigen… Euch tritt würgt oder unter strom setzt wie würdet ihr reagieren wie gerne geht ir noch arbeiten und was lehrnt ihr dabei?
    Und jetzt ohne eine riesen diskusion auszulösen denkt nur mal darüber nach….
    Mfg Familie Bianchi inkl. 12 pfötli…

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  13. Jürgen Kronz

    Liebe Evelyn Baumgartner,
    ich bin kein Hundetrainer aber ich kenne einige Hundetrainer die sich erfolgreich mit positiver Bestärkung mit sogenannten „Redzone DoGs“ ein Begriff, den ja CM geprägt hat, beschäftigen.

    Ich frage mich ob dir bekannt ist, dass er Schweigepflichtsverträge unterscheiben lässt – warum wohl?
    Ich frage mich ob du jemals nur eins von Dutzenden Videos gesehen hast, wo er Hunde mit Elektroschocks quält, wo er Hunde am Hals aufhängt? Ich frage mich ob du weißt wieviele Hunde nach seinem Training eingeschläfert wurden?
    Ich frage mich ob du weißt was er von Frauen hält? Nämlich gar nichts oder nur soviel wie von Hunden.
    Wie kannst du glauben, dass ein Mann mit Null Ausbildung absolut keinem Verständniss und noch weniger Gefühl für andere Lebewesen mehr qualifiziert ist als Hundetrainer die sich über zig Jahre hinweg immer wieder fortbilden?

    Bevor du solche Kommentare postest, solltest du dich vielleicht doch erstmal ein wenig informieren oder noch besser: Lass es einfach!

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    1. Gina Kuhny

      Danke für diesen Kommentar!
      Ich bin genau derselben Meinung!

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  14. Amira

    Ich habe heute das komplette Interview im Schweizer Hunde Magazin gelesen und kann Marlen Maurer-Brandenberg und Bettina Stemmler wie auch natürlich Roman Huber nur gratulieren zu diesem guten, fachlich fundierten und sachlich geschriebenen Interview. Die Argumente gegen einen „Showmaster“ wie Herr Millan werden hier von zwei Fachpersonen klar verständlich erklärt, ohne dabei auf eine emotionale Art und Weise andere Leute anzugreifen und/oder zu beleidigen.

    Der Schlusssatz im Interview hätte – für mein Empfinden – passender nicht gewählt werden können! Herzlichen Dank.

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    1. Gina Kuhny

      Genau!
      Erklären wir diesen Herrn doch – so wie einige andere europäische Länder bereits – als Persona non Grata, dann erübrigt sich sowieso jede weitere Diskussion, ob dieser „Mensch“ hier seine Show darbieten darf.

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  15. Karin Immler

    Gewalt beginnt, wo Wissen endet!
    Schade, dass bei manchen Menschen der Homo vor dem Sapiens endet!

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  16. Natalie

    Evelyn Baumgartner,
    Was du da redest ist der gleiche Schwachsinn den andere millan-Anhänger reden, habt ihr den Text auswendig gelernt? Es gibt auch andere Trainer auf dieser Welt die mit aggressiven Tieren arbeiten. Wo du grad den rotti erwähnst, melde dich doch mal bei Sabine Koch. Die hat so einen zu dem sich ja anscheinend nur cesar hintraut, sie kann dir sagen wie man ihn gewaltfrei zu einem „normalen“ Hund machen konnte.

    Jeder der Milans Methoden für gut befindet hat keine Ahnung von Hunden und deren Körpersprache und an denen sollten diese Methoden ebenfalls mal ausprobiert werden. Mal sehen wie dir das gefallen würde.
    Kein guter, liebevoller hubdeführer möchte dass ihn sein Hund nur gehorcht weil er Angst vor den Konsequenzen hat. Ein Mensch der mit seiner eigenen Autorität klarkommt braucht weder physische noch psychische Gewalt anwenden.

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  17. christine sandoz

    Sehr guter Artikel! Danke dem Verfasser!

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  18. Andrea Haag

    Der Titel lautet „kein guter Trainer …..“. Ich bin zu 100% gleicher Meinung, es gibt viele schlechte Hundetrainer, was ich überaus bedaure. Leider darf sich in der Schweiz jeder Hundetrainer nennen, egal ob er eine Ausbildung absolviert hat und sich regelmässig weiterbildet, ob er lediglich mal Sportprüfungen bestanden hat oder einfach nur gerade Bock hat, eine Hundeschule zu eröffnen. Ich finde diese schlechten Hundetrainer reichen bei weitem aus! Wir brauchen nicht noch Unterhaltungssendungen von Hundeflüsterern und Hundetrainern, die den Hundehaltern irgendwelche bescheuerten bzw. verbotenen Hilfsmittel und Methoden an die Hand geben. Diese bekannten Hundeflüsterer / Hundetrainer produzieren nämlich genau so die Kundschaft von morgen mit diese „massiven Fälle“ wie sie hier so schön genannt werden. Und sorry… das braucht die Welt nun wirklich definitiv nicht, egal wie der Hundeprofi heisst…

    Es gibt ganz viele sensationelle Hundetrainer und Hundetrainerinnen, die sehr erfolgreich über positives Training diese „massiven Fälle“ therapieren und das Leben wieder für alle lebenswert machen. Das ist aber unspektakulär und dauert länger als nur gerade eine TV Sendung oder ein Liveauftritt…

    Das die „Anhänger“ dieser bekannten Hundeprofis immer eine Rechtfertigung finden, ist mir schon längst bekannt und es sind erfahrungsgemäss auch immer die gleichen faden Argumente. Werden aber diese ganzen Methoden mal lerntheoretisch hinterfragt, fallen den „Anhängern“ meist keine passenden Antworten mehr ein.

    Neidisch, bin ich ganz und gar nicht…. den meine zahlende Kundschaft besteht aus solchen Hundehalten. Die Besitzer wie auch die Hunde leiden aber meist massiv und das tut mir im Herzen weh. Kein Hund und auch kein anderes Lebewesen verdient es, so abscheulich behandelt zu werden und mit Angst und Schrecken durchs Leben gehen zu müssen. ES GEHT DEFINITIV ANDERS…..!!!

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  19. Moonwater

    Vielen Dank Roman Huber für den tollen Bericht!
    Es ist schlimm mitanzusehen, wie die Menschen sich von TV-Shows und einzelnen möchtegern Gurus blenden lassen. Es wird nicht hinterfragt was man in solchen TV-Shows sieht, man wendet das gesehene gleich am eigenen Hund an ohne an die Konsequenzen für die Mensch-Hund Beziehung zu denken. Anstelle eines vertrauenvollens Miteinanders, trainieren sie ihre eigene Hunde in willenlose Geschöpfe, die kein „Normal-Hündisches-Verhalten“ mehr zeigen dürfen.
    Ich bin froh mit meinen Hunden in einer Zweiwegkommunikation zu leben……meine Hunde verstehen mich und ich verstehe meine Hunde, wir leben in einer vertrauensvollen Gemeinschaft zusammen. Jeder meiner Hunde kennt seine Grenzen, akzeptiert auch meine Grenzen und all das mit Klarheit, Fairness, Respekt und über Motivation & possitive Erfahrungen im Leben. Meine Hunde Vertrauen mir 😀

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  20. Mel Man

    Ein aggressiver Hund ist immer noch ein Hund, liebe Kommentarerstellerin. Es dauert sicherlich in einigen Fällen länger so einen Hund über positive Bestärkung wieder in die richtige Bahn zu lenken, aber der Weg ist wesentlich artgerechter, als einen aggressiven Hund immer nur mit Bestrafungen umzulenken zu wollen. Eigentlich ist es doch ganz offensichtlich… Da wird kein friedliches Tier draus gemacht, wenn es Gewalt erfährt, sondern eine tickende Zeitbombe – oder es wird gebrochen und fügt sich seinem Schicksal. Beides sind Szenarien, die ich nicht erreichen möchte und die in der heutigen Hundeerziehung nichts zu suchen haben, da man mit der Wissenschaft doch schon so weit ist und genau weiß, was zu einer vertrauensvollen Basis führt. Und dazu gehören einfach keine gewaltvollen Trainngsmethoden, und nein, auch nicht bei aggressiven Hunden.

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    1. René Baumann

      Liebe Leute von Schweizerischen Hundemagazin ich weiss es ist Sommerzeit
      doch frage ich mich um die Wahrheit einer solchen (Ente)

      ich schaue mir schon seit Jahre auf dem TV Kanal Net.Geo Wild die Sendungen von Cesar Millan an
      und ich muss sagen, diese Hunde die Cesar Millan rehabilitiert wurden
      über Jahre von Menschen so gemacht .Kein Hund kommt so agressiev zur Welt.das Ziel von Cesar Millan ist immer wieder das gleiche Hunde so weit zu
      bringen um sie Familien zu vermitteln und sie so vor dem Tode zu retten. Tausende Hunde werden eingeschläfert in den USA weil sie von Menschen Hand kaputt gemacht wurden. ich würde Ihnen wirklich einmal
      empfehlen die Sachen richtig anzuschauen,bevor man eine Doppelseite
      in Ihrem so schönen und wertvollen Magazin publiziert.Denn auch ich gehöre
      schon Jahre zu Ihren Abonnenten.
      Mit freundlichem Gruss R.Baumann

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      1. Gina Kuhny

        Lieber Herr Baumann,

        Wenn ich ein solcher Hund wäre, dann würde ich den Tod solchen Umerziehungsmethoden eindeutig vorziehen!

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  21. Roman Huber

    Die in den TV-Shows gezeigten Methoden können möglicherweise beeindruckend sein: CM kämpft mit einem RedZone-Dog und gewinnt. Der Hund stellt sein „RedZone-Verhalten“ ein. Wer wissen will, was sich da abgespielt hat, braucht nur genau hinzuschauen: Beispiel: CM setzt die dünne Würgeleine ein, die direkt hinter den Ohren durchführt, die Halsschlagadern abpresst, sodass kaum mehr Blut ins Gehirn gelangt, gleichzeitig wird der Kehlkopf zugeschnürt, wo ansonsten Luft durchgelangt. – Warum gibt der Hund den Kampf auf? Weil es gemäss seinem Überlebensinstinkt der einzige Ausweg ist. Ein solches Erlebnis prägt sich beim Hund wie auf einer Festplatte im Computer für immer ein. Trägt er keine physischen Schäden davon, so sind es psychische. Die mittel- oder langfristigen Folgen solcher „Behandlungen“ kann kein Trainer voraussagen – Gibt es hier etwa jemand, der sich wünscht, dass sein sich wild gebärdender Hund auf diese Art gemassregelt werden soll?
    Sind das wirklich „RedZone“-Hunde, die man gemäss PR-Botschaft sonst hätte einschläfern müssen? Sind es nicht ganz einfach pubertierende Junghunde, Hunde, die das von der Gesellschaft gewünschte Verhalten nie erlernen konnten, oder Hunde, die z. B. ein gesundheitliches Problem haben, dessen Ursache man eigentlich beheben sollte?
    Man müsste sich weitere Fragen stellen: Was hat sich vor oder zwischen den gezeigten TV-Bildern ereignet? Warum muss CM in fast allen Sequenzen den Hund erst „unhündisch“ provozieren oder ihn in eine Situation bringen, in welcher der Hund gar nicht anders kann, als ein aggressives Verteidigungsverhalten zu zeigen? Sind die von CM besiegten Hunde tatsächlich entspannt? Warum beisst denn (siehe „Showdown with Holly“) ein von CM als entspannt bezeichneter Hund ihn in die Hand? Wer genau hinschaut und sich mit der Sprache der Hunde auseinandergesetzt hat, entdeckt sofort, dass diese Hunde völlig gestresst sind und jegliches Verhalten eingestellt haben.
    Im SHM-Interview geht es nicht darum, CM-Fans zu desavouieren. Es geht darum, sie und alle Menschen mit Hunden mit sachlichen Hinweisen zum selber Denken anzuhalten, damit hierzulande diejenigen Trainer keine Chance mehr haben, die mit physischer oder psychischer Gewalt arbeiten.

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  22. Anita Gavoldi

    Sehr guter Artikel, vielen Dank dafür Roman Huber !! Vielleicht fangen die Leute jetzt endlich an genauer hinzusehen. Was CM da macht ist nichts anderes als eine Show mit möglichst vielen spektakulären Szenen, ausgeschmückt mit Geschwafel dass keinen Sinn macht. Was CM da macht hat mit gutem Hundetraining nichts zu tun.

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  23. Nina Bürgy

    Toller Artikel!

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  24. Sibylle S.

    Herzlichen Dank für den sehr kompetenten und auf den Punkt gebrachten Bericht! Dieses Interview ist eine Wohltat, danke Roman Huber! Ich bin schockiert, dass man in der heutigen Zeit, wo man denken soll, dass wir Menschen doch lernfähige Geschöpfe sind, noch immer Menschen antrifft ,
    die eine Meinung vertreten wie Frau Baumgartner! Na ja….. traurig!
    Ich bin echt froh, dass so viele Menschen sich mit diesem Thema auseinander setzen und sich für die Tiere, in diesem Fall die Hunde einsetzen! Danke ! Es kann echt nicht sein, dass wir zusehen wie ein selbsternannter Hundeflüsterer, seine Macht ausnutzt um die meist schon gestörten und
    völlig falsch gehaltenen Hunde zu “ therapieren“ !
    Das hat nichts mit Therapie oder Training zu tun, das ist einfach nur tierschutzwidrig!
    Dies hat nicht mal im Ansatz etwas mit gutem und erfolgreichen Hundetraining zu tun!
    Es geht definitiv anders…… !

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  25. Gina Kuhny

    Ein toller Artikel! Bravo!

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  26. R. Sterchi

    hundegerecht
    Hundeausbildung mit Respekt
    Danke für diesen guten Artikel,
    Viele Hundehalter wissen nicht, dass sie mit Massregelungen am Hund Vertrauensbruch begehen.
    Das mit der Dominanztheorie „Ich bin der Chef“, ist die grösste Hürde die es zu überwinden gilt für Hundehalter. Durch diese Theorie gibt es die grössten Missverständnisse in der Hundeausbildung. Der Hund wird manipuliert nach unserem Gutdünken. die natürlichen Bedürfnissen des Hundes werden selten einbezogen. Wenn sich der Hund wehrt, ist er als dominanter Hund abgestempelt. Lesen sie doch auf http://www.animal-learn.de, Tipps rund um den Hund, den Bericht was Dominanz eigentlich bedeutet. Hundeausbildner die sich das zu Herzen genommen haben sind sehr erfolgreich geworden. Die Hunden dankten es ihnen und den Hundehaltern.
    Hoffentlich gibt es weiterhin solche objektive und gut recherchierte Berichte.
    R.sterchi

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  27. Christian Albert

    Jetzt habe ich das Hundemagazin erst gerade abonniert und schon muss ich meine Kündigung schreiben. Schon im Dezember war ein Millan-kritischer Artikel zu lesen – jetzt folgt dieser.

    Bevor ich vor 3 Monaten einen Hund adoptierte, habe ich 1 Jahr 16 Bücher von diversen Hunde-Verstehern gelesen und natürlich auch die Sendungen im TV von diversen Trainern verfolgt. 4 Bücher waren von Cesar Millan. Nur dank Cesar’s Büchern habe ich nun einen 5 Monate alten Welpen, der bereits perfekt gehorcht, mich liebt, mir vertraut, nicht vermenschlicht ist und nie bellt oder kläfft. Und jeder, der meinen Welpen sieht sagt “Was? Die ist er 5 Monate? Und ist schon so cool drauf?” – “Was? Ein Chihuahua kann so hundisch sein? Unglaublich” – “Die Kleine sieht immer glücklich und aufgestellt aus und gehorcht so cool! Wie geht das?” Und unsere Hundetrainerin viel nach dem ersten Training fast “vom Stuhl”, als sie sah, wie unsere kleine schon gehorcht.

    Gewalt ist nicht mein Ding und das habe ich von Cesars Büchern auch nie vermittelt erhalten. Aber Bewegung, Disziplin und Zuneigung – genau in dieser Reihenfolge (Zitat: C. Millan). Wer’s nicht glaubt, besucht uns.

    Eine Abo-Kündigung geht hoffentlich per E-Mail? Den Jahresabobetrag könnt ihr behalten. Kauft euch mindestens ein einziges Buch von ihm und lest es. Ich abonniere dann mal die DOGS.

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    1. Sandra Boucek

      Guten Tag
      Besten Dank für Ihr Mail.
      Ich finde es toll, dass Sie sich vor dem Hundekauf informiert haben und Ihren Chihuahua erziehen und das, so wie Sie schreiben, mit grossem Erfolg. Ob es gut ist, dass ein fünf Monate junger Hund bereits „perfekt gehorcht“, bezweifle ich jedoch. Das wäre meiner Meinung nach etwa so, wie wenn ein 6-jähriges Kind bereits lesen, schreiben und rechnen könnte und immer dieselbe Meinung wie seine Eltern hätte. In einem solchen Fall wird die Entwicklung der Persönlichkeit unterdrückt.
      Vielleicht haben Sie die Beiträge „Beziehung und Bindung – Nichts ist umsonst“ im „Schweizer Hunde Magazin“ von Udo Ganslosser und Sophie Strodtbeck gelesen. (Falls es Sie interessiert diese finden Sie auf unserer Page http://www.hundemagazin.ch, unter Ratgeber.) Dort wird die Beziehung zwischen dem Hund und seinem Halter mit der Eltern-Kind-Beziehung verglichen. Das ist ein Ergebnis der modernen Verhaltensforschung am Hund und an frei lebenden Wölfen, und genau da hapert es bei Cesar Millan…
      Ich weiss nicht, wo Sie im Dezember 2013 einen kritischen Bericht über Millan gelesen haben, bei uns auf jeden Fall nicht. Wir kritisieren in der Regel keine bestimmten Personen, aber Methoden, vor allem wenn diese klar tierschutzwidrig sind. Was ja leider in den Fernsehshows von Millan zu sehen ist. Leider gibt es auch in der Schweiz sogenannte Trainer, die noch mit solchen oder ähnlichen Methoden arbeiten, nur planen diese keinen Auftritt im Hallenstadion (zum Glück). Natürlich ist nicht alles, was Millan sagt und schreibt, falsch, doch rechtfertigt das nicht, einen Hund durch das Versetzen in (Todes-)Angst zu „erziehen“, und genau solche Szenen sind in Millans Fernsehserien zu sehen.
      Haben Sie in der Ausgabe 2/13 den Bericht zum Thema „Hundeerziehung im Fernsehen“ von Katrin Schuster gelesen? Ich lege Ihnen diesen Beitrag sehr ans Herz, Sie finden ihn auf unserer Page, unter Themen/Brisant.
      Das „Schweizer Hunde Magazin“ hat eine Auflage von über 12‘000 Exemplaren. Schön wäre es, wenn wir ein Heft gestalten könnten, in welchem allen Lesern jeder Beitrag zusagt. Dass dies nicht möglich ist, leuchtet wohl ein. Auch könnten so wichtige Diskussionen nicht stattfinden. Umso mehr finde ich es schade, dass Sie wegen eines Beitrags nicht nur das Abo kündigen, sondern auch auf die Ausgaben verzichten, die Sie noch zugute haben.
      Natürlich haben wir Ihrem Wunsch entsprochen und Ihr Abo per sofort gelöscht. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Freude mit Ihrem Hund.
      Freundliche Grüsse
      Sandra Boucek, Chefredaktorin Schweizer Hunde Magazin

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  28. Arno

    Die meisten von Cesars Kritikern haben nicht mal die leisete Ahnung
    von dem, was er tut. Mal abgesehen von den vielen Hunden denen er ein neues Zuhause
    beschafft hat, und die er vor dem Einschläfern bewahrt hat.
    Über Jahre konnte man beobachten welches Einfühlungsvermögen und Erfahrung
    er mit Hunden hat, wie kaum ein zweiter. So manch schweren Fall den er thrapiert hat,
    würde ich nie einem seiner Kritiker anvertrauen, denn die Versagen bei den Hunden, wie an
    deren Haltern. Man hat oft den Eindruck, hier ist auch viel neid gegen ihn im Spiel.

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  29. Gerry Krauth

    Ich kann dazu nur eines sagen:
    Der Hund stammt von einem Raubtier ab und ist und bleibt im Grundwesen ebenfalls ein Raubtier. Deshalb wird er sich eben auch instinktiv in der entsprechenden Situation, wie ein Raubtier verhalten. Alle diese so genannten Hundetrainer die behaupten, sie könnten einen Hund mit derartigen Verhtensstörungen wie Cesar zeigt, möchte zuerst einmal kennen lernen. Es ist immer sehr einfach andere zu kritisieren und die meisten tun dies oftmals zur eigenen Profilierung. Zudem haben wir ja gesehen was die gewaltfreie oder besser gesagt die antiautoritäre Erziehung bei den Kindern gebracht hat. Ich weiß nur noch als ich vor rund 15 Jahren als Hundetrainer angefangen hab und ebenfalls keine wissenschaftlich fundierte Ausbildung gemacht hab und trotzdem praktisch jeden Hund wieder auf den richtigen Weg bringen könnte. Natürlich auch nur dann , wenn der Halter sich auch an die Anweisungen gehalten hat. Und die Wissenschaft weiss ja alles, deshalb sind wir auch menschlich heute , da wo wir sind. Vor allem habe ich auch mitbekommen wie damals als der GENIALE SKN (ha, ha) zur Pflicht wurde, die sog. Hundeschulen aus dem Boden gesorossen sind wie Pilze. Man hatte vermutlich gemerkt, wie man noch mehr Geld machen kann. Der Mensch immer er könne alles wissenschaftlich belegen und mediale Welt macht das auch weiß, die es einfach glauben (wollen). Ich bin ein großer Fan von Cesar und musste jedoch noch nie ein Stachel- und/oder Elektrohalsband einsetzen. Obwohl ich auch schon einige Hunde mit ausgeprägtem Aggressionsverhalten trainieren durfte. Jedoch gebe ich auch zu, dass ich noch einen derart aggressiven Hund hatte, bei dem Cesar eben ein entsprechendes Halsband einsetzen musste, damit dieser nicht dich eingeschläfert werden musste. Außerdem haben die und scheinbar auch einige Hundehalter, dass es in der Tierwelt weder Mitleid noch Barmherzigkeit gibt.denn geht letztlich nur darum, seine Gene weiter zu geben, das Territorium zu erhalten oder zu vergrößern und um Nahrung, nichts anderes. Kurz gesagt, alles Rational. Der Mensch versucht jedoch alles zu vermenschlichen bzw. Aus dem Hund ein scheinbar menschenähnliches Wesen zu machen. Leider oder besser gesagt, zum Glück funktioniert das beim Hund nicht. Aber man sieht auch die Auswirkungen, sonst bräuchte es ja nichtq so viele sog. „Hundetrainer“, die es dann letztlich doch nicht schaffen oder nur noch mit Futter oder Ablenkung (wie Rüter) den Hund dazu bringen etwas zu tun oder eben nicht zu tun, was eigentlich seinem tierischen Natürell als (domestizirtes) Raubtier entsprechenden würde. Oder habt ihr vielleicht schon mal ein Wolfs- oder Hunderrudel beobachtet, indem der Tunichtgut mit Futtergabe oder lieb lieb dazu gebracht wurde, sein Verhalten zu verändern., ich jedenfalls nicht. Oder schaut Euch doch mal die Dokumentation über den Wolfsmenschen Shaun Ellis an.
    Kurz gesagt es ist ein leidiges Thema und macht es zuerst besser als Cesar, aber bitte mit denselben Hunden und nicht mit solchen, die nur gerade eine leichte Unsicherheitsdominanz oder Leinenaggression haben, sondern wirklich mit Level 8-10.
    Liebe Grüße
    Gerry Krauth

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