Für ein gutes Miteinander

Als verantwortungsbewusste Hundehalter haben wir die Pflicht, Vorbild zu sein. Nur wenn wir besonders rücksichtsvoll sind, können wir vielleicht noch mehr unsinnige Gesetze und steigende Intoleranz gegenüber Hunden und ihren Haltern verhindern. Hier wichtige Grundsätze, die auch in kompetenten Hundeschulen vermittelt werden:

Text: Sandra Boucek

• Kommt ein angeleinter Hund entgegen, nehme ich meinen Hund an die Leine, oder wenn er zuverlässig gehorcht «bei Fuss». Es ist egal wie verträglich und lieb der eigene Hund ist. Oft hat es einen Grund, weshalb der andere Hund angeleint ist (Krankheit, Läufigkeit, sozial unverträglich, ängstlich usw.).

• Ich beachte die Kotaufnahmepflicht und nehme in besiedelten Gebieten und auf Weiden oder Flächen, die für die Futterherstellung genutzt werden den Hundekot grundsätzlich immer auf. Die Kotbeutel entsorge ich im Robidog-Behälter. Werden Abfallbehälter bei Feuerstellen und neben Sitzgelegenheiten mit Kotbeutel gefüllt stinken diese bald zum Himmel.

• Ich lasse meinen Hund, und sei er noch so lieb, nicht auf Menschen, Hunde oder andere Tiere losrennen. Es gibt Menschen die Angst vor Hunden haben und nicht gelassen reagieren, wenn ein Hund auf sie zustürmt. Zudem können andere Tiere und unsichere Hunde erschrecken.

• Hundekontakte an der Leine können problematisch sein, darum vermeide ich den Erstkontakt an der Leine.

• Ich behalte meinen Hund während des Freilaufs im Blickfeld und auf der Distanz, in der er noch abrufbar ist. Dazu gehört auch, den Hund an unübersichtlichen Stellen und Wegkreuzungen zurückzurufen. Der Spaziergänger, der Angst vor Hunden hat wird es mir danken.

• Der Freilauf im Wald ist, unter der Berücksichtigung der örtlichen Gesetze und Regeln, den nicht jagenden Hunden vorbehalten. Die Wege darf mein Vierbeiner nicht verlassen und ich beachte die Wildschonzeiten. Ein jagender Hund kann nicht nur dem Wild zur Gefahr werden, sondern auch Drittpersonen (Strassenverkehr) und sich selbst.

• Ich füttere oder streichle fremde Hunde nicht ungefragt. –

• An öffentlichen Orten achte ich darauf, dass mein Hund niemanden belästigt oder einschränkt. Um Diskussionen zu vermeiden und Ängste nicht zu schüren, führe ich meinen Hund an der Leine. Im Restaurant platziere ich mein Vierbeiner , wenn möglich unter dem Tisch oder der Bank. Ich achte darauf, dass das Personal nicht über den Hund stolpern kann. Einen regennassen, verschmutzten Hund nehme ich nicht ins Restaurant mit.

• Wenn andere Erholungssuchende meinen Weg kreuzen, rufe ich meinen Hund zu mir und behalte ihn unter Kontrolle bis die Passanten vorbei sind. Gehorcht er zuverlässig kann er auch «bei Fuss» genommen oder ins Platz abgelegt werden. Das kombiniert mit einem freundlichen «Grüezi» nimmt schon vielen «Hunde-nicht-Mögern» den Wind aus den Segeln.

• Ich lassen meinen Hund nicht auf andere Hunde zu schleichen, da dies der Beginn eines aggressiven Verhaltens sein kann.

• Begegne ich einem angebundenen Hund, umgehe ich ihn in einem Bogen, um diesen nicht zu bedrängen oder reizen.

• Auch mit einem gut erzogenen Hund kann es zu Zwischenfälle kommen. Ich nehme meine Verantwortung als Hundehalter war und kümmere mich um den Schaden, den mein Hund angerichtet hat (entschuldigen, Adresse hinterlassen, Schaden begleichen etc.).

Nachsicht, Rücksichtsnahme und Verständnis unter Hundehalter sind unabdingbar. Nicht jeder Hundehalter kann etwas dafür, dass sein Hund nicht gehorcht oder sich schlecht benimmt. Und wenn doch, helfen Vorwürfe und Belehrungen nicht weiter. Gespräche können Situationen klären, eventuell nehmen andere Hundehalter auch gerne einen guten Rat oder eine Tipp bezüglich einer kompetente Hundeschule entgegen, dann nur gemeinsam sind wir stark.

Ein Kommentar zu “Für ein gutes Miteinander

  1. Giger Karin

    Super Bericht!

    Antworten

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