Ferien mit oder ohne Hund? – Of t keine einfache Frage

Plant ein Hundehalter Ferien, tut er gut daran, wenn er sich frühzeitig Gedanken darüber macht, was dann aus seinem Vierbeiner werden soll. Manche Reiseziele sind für Hunde nicht geeignet. Reisen und Ferien können für den Hund zuviel Stress bedeuten. Das kann ihm auch im Tierheim widerfahren.

Text: Roman Huber

Soll der Hund mit in die Ferien oder an einen Ferienplatz? Diese Grundsatzfrage hängt vom Ferienziel ab. Bei diesem Entscheid sollte man sich nicht von Emotionen leiten lassen. Klar möchte man den vierbeinigen Begleiter auch in den Ferien an seiner Seite haben. Ob das aber für den Hund eine gute Lösung ist, muss mit aller Sachlichkeit abgeklärt werden.

Mensch am Strand – Hund im Hotel

Führt die Reise ins Ausland, gilt es vorher die gesetzlichen Bestimmungen für das Einreisen und Halten von Hunden abzuklären. Besonders wichtig sind die Impfvorschriften, auch für die Rückreise in die Schweiz (z. B. aus einem Tollwutgebiet) sowie die Gepflogenheiten im Ferienland. So gilt in Italien an offiziellen Stränden ein Hundeverbot. Auch in Spanien ist man gegenüber Hunden eher ablehnend eingestellt.

Frankreich gilt als hundefreundlich. Doch inzwischen gibt es auch dort an gewissen Stränden ein Hundeverbot. Wie die Schweiz oder Deutschland ist Österreich eher positiv gegenüber Hunden gesinnt. Allerdings besteht im östlichen Nachbarland für öffentliche Verkehrsmittel eine Maulkorbpflicht.

Auch die Gesundheit berücksichtigen

Wer in südlichen Ländern Ferien plant, sollte die gesundheitlichen Faktoren berücksichtigen. Nebst dem Klima (Temperaturen, Luftfeuchtigkeit) können Insekten als Krankheitsüberträger oder andere Gefahren lauern. An den Stränden wird ab der Dämmerung vor Sandmücken gewarnt, die die gefährliche Leishmaniose übertragen können. Zudem reagieren unsere Hunde, die in hygienisch besseren Verhältnissen leben, auf Abfälle oder herumliegenden Unrat allenfalls empfindlich. Im Internet findet man beim Bundesamt für Veterinärwesen (www.blv.admin.ch) sowie auf zahlreichen Hundeforen detaillierte, nützliche Informationen über die Ferien mit Hund.

Reisen mit dem Auto

Bei langen Autofahrten sind regelmässige Zwischenhalte mit kurzen Spaziergängen angesagt. Genügend Wasser zum Trinken ist wichtig. Ebenso muss man auf die Temperaturen im Heck des Autos achten, wo der Hund in einer sicheren und bequemen Box untergebracht sein sollte.

Flugreisen bedeuten für den Hund grossen Stress. Er soll nur mitreisen, wenn es zwingend notwendig ist. Kleinhunde dürfen im Passagierraum mitfliegen, alle andern müssen in den Gepäckraum. Die Transportbedingungen der Fluggesellschaften sind unterschiedlich, darum abzufragen und das Ticket sollte frühzeitig gebucht werden.

Lesen Sie den ganzen Artikel von Roman Huber im Schweizer Hunde Magazin 4/2014.

geschrieben von:
Roman Huber

Roman Huber

Roman Huber ist Publizist, Hunde- sowie Medienfachmann, hat zwei Hunde und unterstützt als Trainer seine Frau in deren Hundeschule. Er plädiert für eine faire Erziehung bzw. Haltung, die den Bedürfnissen und Möglichkeiten des einzelnen Hundes und dessen Menschen entspricht. Statt Methoden stellt er die individuelle Begleitung ins Zentrum und Lösungen, die auf Ursachenanalyse basieren sowie verhaltensbiologisch gesehen korrekt sind. www.dogrelax.ch.

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