Beziehung & Bindung – Nichts ist umsonst 1/4

Beziehung & Bindung – Nichts ist umsonst 1/4

Das Thema Bindung gehört zu den am häufigsten angesprochenen und zugleich am häufigsten missverstandenen im Jargon der Hundeleute. Welche Möglichkeiten der Untersuchung und der Beeinflussung haben wir?

Text: Udo Ganslosser und Sophie Strodtbeck

Mit dem Begriff «Bindung» beschreiben die meisten Hundehalter ihre Beziehung zu ihrem Vierbeiner. Er wird auch häufig verwendet, um gewisse Probleme im Zusammenleben von Hunden und Menschen zu diskutieren. Daher erscheint es wichtig, zunächst einige verhaltensbiologische Grundlagen für dieses gemeinsame soziale Geschehen zu erläutern.

Beziehung und Bindung sind nicht dasselbe. Eine Beziehung existiert immer dann, wenn zwei Lebewesen, also beispielsweise ein Mensch und ein Hund, oder auch zwei Hunde, über einen längeren Zeitraum immer wieder miteinander sozialen Kontakt haben, und sich aus diesem langsamen, aber stetigen gegenseitigen Kennenlernen ein vorhersagbares Muster von Verhaltensweisen entwickelt. Sobald man also das Verhalten von Tier X gegenüber Tier Y vorhersagbar von demgegenüber Tier Z unterscheiden kann, ist bereits eine soziale Beziehung anzunehmen. Durch die Häufigkeit, die Art, die Intensität und andere Merkmale der verwendeten Verhaltensweisen lässt sich dann die Beziehung zwischen diesen beiden beschreiben. Typische Beziehungen, die auch im Zusammenleben zwischen Mensch und Hund eine Rolle spielen, sind die Anführer-Gefolgschaftsbeziehung, die Dominanzbeziehung und eben vor allem auch die Bindung. Jede Bindung ist also eine Beziehung, aber nur die wenigsten Beziehungen erfüllen die Kriterien einer Bindung.

Bindung – nicht nur bei Haushunden

Hundeartige zeigen bereits im nicht domestizierten Zustand Bindungen als wesentliches Merkmal ihres familientypischen Verhaltens. Zwei Arten von Bindungen sind es vor allem, die bei Füchsen, Schakalen, Wölfen und anderen nicht domestizierten Caniden vorkommen:

Die Paarbindung, die im Wesentlichen sozial und nicht sexuell motiviert ist. Sie hält das ganze Jahr und oftmals fast das ganze Leben an. Diese Paarbindung ist, wie wir heute wissen, auch nicht auf die Leittiere eines Rudels beschränkt. Auch die rangtieferen Angehörigen eines Rudels oder einer Gruppe bilden oftmals eine bevorzugte Beziehung zu einem Angehörigen des anderen Geschlechts aus. Einige Eigenschaften der Bindung, wie etwa die soziale Unterstützung und das gegenseitige Beistehen in Krisen- und Stresssituationen, sind beispielsweise in Wolfsstudien bei diesen rangtieferen paargebundenen Tieren nachgewiesen.

Die Eltern-Kind- beziehungsweise Kind-Elternbindung ist die zweite Form von Bindung, die bei Caniden schon im nicht domestizierten Zustand häufig auftritt. Die Tendenz zur sogenannten erweiterten Elternfamilie, bei der die halbwüchsigen oder auch jungen erwachsenen Nachkommen noch für ein oder zwei Jahre als Babysitter, Jagdhelfer oder in anderer Funktion gegen «Kost und Logis» im Hotel Mama verbleiben, unterstützt auch die Fähigkeit des Hundes, sich in unsere menschliche Familie einzugliedern.

Haushunde werden nicht wirklich erwachsen

In Bezug auf die Bindungsfähigkeit des Haushundes an den Menschen sind dann irgendwann im Verlauf des Domestikationsprozesses einige Änderungen eingetreten. Eine Änderung, die auch in die Bindungsfähigkeit des Hundes eingreift, ist die Verjugendlichung. Wie bei sehr vielen anderen Haustierformen auch, behält der Hund im Vergleich zu seinen wölfischen Vorfahren eine ganze Reihe jugendlicher Merkmale sein ganzes Leben lang bei. Diese Verjugendlichung betrifft sowohl das Aussehen, als auch das Verhalten. Lebenslanges Lernen, leichtere Führbarkeit durch den Menschen und eben auch die lebenslang anhaltende Tendenz zur Kind-Elternbindung sind also eine Folge dieses allgemeinen Domestikationsgeschehens. Die andere, wohl noch wichtigere Änderung im Verhalten von Wolf zu Hund betrifft die Tatsache, dass der Haushund gewissermassen mit einer doppelten Artidentität ausgestattet wird. Er ist bereits von Geburt an dazu prädestiniert, den Menschen als eine Art Pseudoartgenossen in sein Weltbild zu integrieren. Selbstversuche mit sogenannten Strassenhunden und anderen, weit vom Menschen entfernt aufgewachsenen Haushunden haben zumindest eine soziale Attraktivität des Menschen für den Hund belegt. Eine Bindungstendenz ist unter bestimmten Bedingungen selbst bei diesen Hunden noch nachweisbar. Unsere Vorfahren haben es damit geschafft, dass der Haushund die arteigenen und innerartlichen Bindungstendenzen auch auf seinen neu gefundenen Sozialpartner Mensch übertragen kann. Bei in menschlicher Obhut aufgewachsenen und gut auf den Menschen sozialisierten Hunden besteht sogar eine stärkere Tendenz, sich dem Menschen zuzuwenden, als dem vierbeinigen Artgenossen. Das bedeutet aber nicht, dass Haushunde nicht auch andere Hunde als Sozialkumpan, Spielkameraden, etc. benötigen. Doch dieses Thema müsste an anderer Stelle ausführlicher behandelt werden. Hilfreich ist es allemal, dass der Haushund von sich aus bereit ist, nicht nur eine Beziehung mit dem Menschen zu führen, sondern sich oft auch an ihn bindet.

Hormone sind immer beteiligt

Bevor wir uns mit den verhaltensbiologischen Eigenschaften von Bindungen genauer befassen, muss zumindest ein kleiner Blick auf den beteiligten Hormoncocktail geworfen werden. Da ist zunächst das sogenannte Bindungs- und Vertrauenshormon Oxytocin, das sowohl als Hormon wie auch als Botenstoff im Gehirn agiert. Dieser Botenstoff sorgt dafür, dass in Anwesenheit eines vertrauten Beziehungspartners gewissermassen eine Wohlfühlatmosphäre entsteht: Es dämpft die Ausschüttung von Stresshormonen, senkt damit Blutdruck, Herzfrequenz und andere körperliche Stressanzeichen, und verbessert auch die Fähigkeit zum sozialen Lernen. Unter Oxytocinausschüttung ist man eher bereit, den Artgenossen als Vorbild zu wählen und dessen Tun zu übernehmen.

Chemisch nahe verwandt, als Vorstufe zum Oxytocin, gilt das Vasopressin, nicht ganz zu Unrecht, als das Partnerschutz- und Eifersuchtshormon. Vasopressin führt aber nicht nur dazu, dass gerade eine sich neu entwickelnde soziale Beziehung geschützt wird und eventuelle Eindringlinge aus dem Umfeld des umworbenen Beziehungspartners ferngehalten werden. Es ist auch ganz entscheidend für die individuelle Erkennung des Beziehungspartners. Nur durch die Existenz von Vasopressin-Bindungsstellen in bestimmten Teilen des Gehirns wird es uns möglich, die individuellen Eigenschaften eines Beziehungspartners abzuspeichern und ihn dann an Aussehen, Stimme, Geruch oder anderen Merkmalen wiederzuerkennen. Zudem ist das Vasopressinsystem sehr eng verknüpft mit der Aktivität des dritten Geruchsorgans des Hundes, des sogenannten Jacobsonschen Organs im Gaumendach. Verknüpfungen des Jacobsonschen Organs mit dem Vasopressinsystem sind beispielsweise dann aktiv, wenn ein Hund einen erkrankten Halter besonders intensiv verteidigt. Über das Jacobsonsche Organ nimmt er beispielsweise die Entzündungsfaktoren im Körpergeruch seines Sozialpartners wahr, und wenn er zu diesem eine gute und stabile Beziehung oder gar Bindung hat, wird er ihn dann auch in gefährlichen Situationen besonders heftig verteidigen. Hat er dagegen nur eine oberflächliche Beziehung, besteht auch die Möglichkeit aus dieser derzeitig empfundenen Schwäche des anderen einen Gewinn zu ziehen und etwas aufmüpfiger aufzutreten.

Als drittes, wichtiges Element im Hormoncocktail ist auch hier wieder die Selbstbelohnungsdroge Dopamin zu nennen. Dopamin versetzt uns in freudige Erwartung, wenn wir in eine Situation geraten, die wir das letzte Mal erfolgreich bewältigt und als angenehm empfunden haben. Wird das Dopaminsystem durch das Oxytocin aktiviert, wie dies gerade in der Frühphase einer Beziehungsentwicklung häufig der Fall ist, dann freuen wir uns auch das Zusammensein mit dem Betreffenden und empfinden es als angenehm und lustvoll (im nicht sexuellen Sinne), mit diesem gemeinsam etwas zu unternehmen.

Auch die Stresshormone mischen mit 

Letztlich sind aber auch zwei der sogenannten Stresshormone an der Ausbildung und an der Entwicklung von sozialen Beziehungen beteiligt. Ein leichtes Kribbeln im Bauch verspürt wohl jeder, der sich mit einem neuen Artgenossen als Beziehungspartner einlässt. Dieses leichte Kribbeln im Bauch ist vorwiegend durch eine leichte Erhöhung des Cortisolwertes während der Beziehungsbildung zu erklären. Leicht erhöhte Cortisolwerte bei gleichzeitig stark erhöhten Dopaminwerten schaffen die ideale Voraussetzungen zum Lernen. Gerade durch dieses leichte Kribbeln im Bauch und die gleichzeitig in Anwesenheit des als sehr sympathisch empfundenen zukünftigen Beziehungspartners erhöhten Dopaminwerte sind wir besonders bereit, die Beziehung als etwas Wichtiges und Wertvolles in unserem Gedächtnis abzuspeichern und das Zusammensein mit dem Betreffenden dann auch wieder anzustreben. Zugleich ist dieses System durch Abwesenheit von Dopamin dann besonders wichtig, wenn wir im vierten Teil der Serie über Trennungsstörungen und Trennungsängste sprechen werden.

Und auch das sogenannte Kampfhormon Noradrenalin hat seine Rolle in diesem Cocktail. Noradrenalin wird von Vasopressin aktiviert und dadurch entsteht eben die Tendenz, sowohl die Beziehung zum Partner, wie auch beispielsweise die Individualdistanz rund um diesen zu verteidigen.

Aus diesem Hormoncocktail werden bereits einige wichtige Aussagen für die nächsten, eher verhaltensbiologischen Betrachtungen erklärlich.

Das Marktplatzmodell 

Zum einen wird sogar auf rein körperlich-energetischer Ebene verständlich, weshalb man eine Beziehung als Investition betrachten muss. Allein schon die Erhöhung des Cortisolspiegels in der Frühphase der Bindung stellt bereits den ersten Energieverbrauchenden und damit Investitionsprozess dar. Das Phänomen der sozialen Unterstützung, geteiltes Leid sei halbes Leid, wird vor allem durch die stressdämpfende Wirkung des Oxytocins erklärlich. In Anwesenheit eines persönlich bekannten Beziehungspartners empfindet man vieles als erträglicher, was sich dann in wesentlich geringeren oder gar nicht messbaren Stresshormonausschüttungen äussert. Gerade die wichtigen Eigenschaften des Bindungspartners als sichere Basis und sicherer Hafen sind physiologisch durch diesen Mechanismus bereits erklärlich.

Selbst bei der Ausbildung «normaler» Beziehungen, erst recht aber bei der Ausbildung von Bindungen, handelt es sich also um ein Geben und Nehmen zwischen den beteiligten Partnern. Verhaltensökologische Betrachtungen der Ausbildung von sozialen Beziehungen sprechen hier von einem Marktplatzmodell. Man vergleicht das Geschehen, mit dem sich zwei neu gefundene Beziehungspartner aneinander gewöhnen und in den Verhaltensaustausch eintreten, mit dem Geschehen auf einem Wochenmarkt mit Tauschhandel. Je mehr verschiedene Waren, beispielsweise Obst- und Gemüsesorten, jemand auf seinem Warentisch anbieten kann, desto grösser ist die Chance, jemanden zu finden, der genau das sucht, was man selber im Angebot hat. Je mehr man selber im Angebot hat, desto genauer kann man sich die zukünftigen Geschäftspartner anschauen, und deren Qualitäten dann auch als notwendige Voraussetzung für einen entstehenden Geschäftskontakt fordern. Wer viel zu bieten hat, kann auch viel einfordern. Umgekehrt gilt: Wer sehr viel fordert, muss auch sehr viel bieten. Dieses Prinzip, das eben auch für die individuellen Eigenschaften der Beziehungspartner im übertragenen Sinne gilt, ist gerade bei solchen Formen von Beziehungen immer wieder zu beachten, bei denen wir beispielsweise von unserem Hund sehr viel erwarten. Dass dies im besonderen Masse für die Dominanzbeziehung gilt, sei an dieser Stelle nur am Rande erwähnt. Aber auch eine hochwertige, qualitativ gut entwickelte, stabile Bindung können wir von unserem Hund nur dann erwarten, wenn wir als Bindungspartner eben die notwendigen Voraussetzungen mitbringen. Je mehr Voraussetzungen wir mitbringen, desto leichter wird es uns werden, den Hund davon zu überzeugen, dass es sich lohnt, mit uns gemeinsam durchs Leben zu gehen. Je mehr Voraussetzungen auch ein Hund schon mitbringt, desto mehr müssen wir bieten, um als Geschäftspartner attraktiv zu sein. Wer einen souveränen, sogenannten kopfstarken Hund, vielleicht erst im erwachsenen Stadium übernimmt, muss einfach wesentlich mehr für die Entwicklung der Beziehung tun als jemand, der einen ängstlichen und schwachen Welpen einer vielleicht ohnehin sehr leichtführigen Rasse erwirbt.

Die magischen Vier

Die wichtigsten Eigenschaften jedes Beziehungspartners lassen sich mit vier Schlagworten charakterisieren:

  • Die Attraktivität des Beziehungspartners: Diese besteht nicht nur aus den körperlichen Eigenschaften, dem Aussehen etc., dazu gehört eben auch die Führungskompetenz, ein gewisser Spassfaktor (sei es, dass der Mensch interessante und abwechslungsreiche Spiele kennt, sei es, dass er einfach bereit ist, sich auch regelmässig auf Begrüssungszeremonien und andere lustbetonte Formen von Sozialkontakt einzulassen). Dazu gehört die Qualität der Ressource «Revier» die wir bieten (viel stärker als bei der Ressource «Nahrung» kommt es eben auf die Qualität des Lebensraums an), die Sicherheit, die wir sowohl durch den Lebensraum als auch durch unser eigenes Verhalten dem Hund bieten können und gewisse Vorkenntnisse, die man durchaus als Herrschaftswissen bezeichnen kann. All diese Faktoren machen es aus, ob ein Mensch für einen Hund attraktiv ist oder nicht.
  • Vertrautheit und Verlässlichkeit sind der zweite wesentliche Faktor. Mit einem absoluten Chaoten kann man keine Beziehung, oder gar Bindung eingehen, wie wir beim Thema Bindungsprobleme und unsichere Bindung noch kennenlernen werden. Vertrautheit entwickelt sich aber erst mit der Zeit, man muss sich aneinander gewöhnen, um einander verstehen zu können. Vertrautheit ist aber auch nur durch eine gewisse Planbarkeit und Vorhersagbarkeit des Verhaltens des Partners möglich.
  • Die Erträglichkeit der beiden Partner ist wohl die am schwierigsten zu untersuchende Komponente. Neben der Persönlichkeit, zu der ja mittlerweile auch beim Hund sehr gute Forschungsergebnisse vorliegen, und dem Sozialstatus, spielen hier möglicherweise eben auch individuelle Komponenten von Sympathien und Antipathie mit hinein, die vielleicht teilweise auf geruchlicher Basis, etwa über das Immunsystem, vermittelt werden.
  • Letztlich ist auch die Verfügbarkeit des Beziehungspartners wichtig. Dies klingt banal, bezieht sich aber eher auf die Anwesenheit von eventuell störenden Dritten. Wenn in einer Familie bereits ein Hund vorhanden ist, der von einem der Familienmitglieder auch in einer sehr wertvollen Beziehung geführt wird, so wird dieser Hund zu verhindern versuchen, dass der Neue sich auch mit diesem Menschen assoziiert. Im Alltag erleben mehr Hundehalter dies fast täglich, wenn ein Hund versucht, den anderen eben vom Kuscheln mit dem bevorzugten Menschen auf dem Sofa fernzuhalten. In der Beziehungsbildung ist es daher wichtig, dass alle Familienmitglieder ihre eigene Wertigkeit und unterschiedliche Attraktivität für den Hund ausspielen, um auch unabhängig voneinander jeweils einen Wert als Beziehungspartner für den Hund zu haben. Wer gerne seine Beziehung zum Hund verbessern möchte, sollte daher nicht versuchen, das nachzuahmen, was ein anderes Familienmitglied besonders gut und gerne mit dem Hund tut. Fast jeder Hund hat mehrere «Hobbys», und es geht eher darum, ein neues Hobby mit dem Hund zu entdecken, das dann als möglichst exklusives Alleinstellungsmerkmal nur für die Beziehung dieses einen Menschen mit dem Hund erhalten bleibt.

 

Besonders wichtig ist es auch, dass Hunde von Singles eben durch eine zweite Bezugsperson aufgefangen werden müssen, bei Krankheit, Unfall oder ähnlichen Vorkommnissen. Hier ist es nötig, dass eine zweite Beziehungsperson sozusagen als «Plan B» bereits aufgebaut wird, solange Mensch und Hund noch glücklich und zufrieden zusammenleben. Und auch dieser Plan B sollte dann eben mit anderen Aktivitäten und anderen Hobbys des Hundes ausgestattet werden und nicht als Nachahmung des ohnehin besonders geschätzten Plans A durch die Gegend laufen.

Bindungen sind in der Regel exklusiv. Selbstverständlich kann jeder Hund und auch jeder Mensch Bindungen an verschiedene Artgenossen ausbilden, aber jeder dieser Artgenossen ist dann nicht austauschbar und nicht durch einen anderen, auch nicht einen anderen Bindungspartner, ersetzbar. Sobald diese Ersetzbarkeit vorhanden ist, müssen wir streng genommen von Beziehungen sprechen und dürfen den Bindungsbegriff nicht mehr verwenden. Nur wenn jeder für sich seine eigene Wertigkeit hat und durch den anderen nicht ersetzt werden kann, ist diese Exklusivität eines der wichtigsten Merkmale einer Bindung.

 

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geschrieben von:
Udo Ganslosser

Udo Ganslosser

Udo Ganslosser (*1956) ist Privatdozent für Zoologie an der Universität Greifswald. Am Zoologischen Institut Erlangen erhielt er 1991 die Lehrbefugnis. Udo Ganslosser ist unter anderem Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena. Seit mehreren Jahren betreut er zunehmend mehr Forschungsprojekte über Hunde, seien es Haushunde oder Wildhundeartige. Dabei geht es vor allem um Fragen von Sozialbeziehungen und sozialen Mechanismen.

geschrieben von:
Sophie Strodtbeck

Sophie Strodtbeck

Sophie Strodtbeck (*1975) hat ihr Studium 2002 an der Ludwig-Maximilians-Universität München als Tierärztin abgeschlossen. Berufserfahrung sammelte sie in verschiedenen Praxen. Seit längerer Zeit ist sie in einer Hundeschule für tiermedizinische Belange zuständig und bietet zusammen mit Udo Ganslosser verhaltensmedizinische Beratungen an. Nebenher schreibt sie Artikel für diverse Hundezeitschriften und teilt ihr Leben derzeit mit vier eigenen Hunden.

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